Forschungskooperationen
Voneinander lernen
Im Austausch voneinander profitieren. Quelle: Fotolia
Unsere Erwartung ist, dass Forscher und Praktiker viel voneinander lernen können, wenn sie in intensiven Dialog treten. Die KfW Entwicklungsbank hat eine Vielzahl von Kontakten in die Forschungswelt. Oft tragen Wissenschaftler mit Gutachten oder Studien zur Konzeption von Vorhaben oder zur Prüfung von Projektanträgen bei. In diesen Fällen beauftragen die KfW oder unsere Projektpartner die Forscher mit konkreten Fragestellungen und nutzen deren Expertise.
Dialog auf Augenhöhe
Zusätzlich zu dieser Form der Auftragsforschung und Begutachtung unterhalten wir auch Forschungskooperationen. Diese bestehen darin, dass Wissenschaftler und KfW zusammen Themen identifizieren, an denen beide Seiten interessiert sind und die sich in einem gemeinsam entwickelten und gesteuerten Forschungsprojekt untersuchen lassen. Die Wissenschaftler führen die Forschung durch und bringen ihre neutrale Sicht ein. Die KfW öffnet Türen für empirische Forschungen, bietet Plattformen, um sich mit Praktikern über die laufende Forschung auszutauschen und steuert ihre Kenntnisse über Partnerländer und Sektoren bei. Konkrete Forschungsfragen werden deshalb jeweils bei den KfW-Mitarbeitern mit dem entsprechenden sektor- und regionalspezifischen Know-how in den Fachabteilungen angesiedelt. Der Mehrwert der KfW besteht in der Zusammenführung von Forschung und Praxis. Wir verstehen uns nicht als Forschungsfinanziers.
Ein Beispiel: Forschungsfeld Armut und Empowerment
Wir interessieren uns für viele Forschungsfragen aus unterschiedlichen Themenbereichen. Ein wichtiger thematischer Schwerpunkt ist z.B. die Frage nach den komplexen Ursachen multidimensionaler Armut, aber auch nach den lokalen Verständnissen von Armut und der Effektivität von Maßnahmen der Armutsbekämpfung. Damit verbunden ist die Frage, unter welchen Bedingungen Empowerment, d.h. die politische, wirtschaftliche und soziale Befähigung oder Ermächtigung der Armen und damit die Überwindung von Armut, gelingen kann.
Stand: Juli 2011