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Ruanda

Landkartenausschnitt Ruanda


Landesinformation:

Versöhnen lernen - Zukunft gestalten

Das Gericht tagt unter freiem Himmel. Zwei Dutzend Männer und Frauen sitzen auf Stühlen um den Angeklagten, der als Angehöriger der Hutu-Miliz eine Tutsi ermordet haben soll. Zeugen treten auf, die Laienrichter diskutieren heftig. "Gacacca" heißt die traditionelle Gerichtsbarkeit in Ruanda, die die Regierung nach dem 1994 verübten Völkermord an den Tutsi wiederbelebte, weil die Gefängnisse voll und die meisten Berufsrichter tot waren. Bis Mitte 2009 sollten die 13.000 Gacaccas mit den insgesamt rund 1,5 Mio. Fällen ihre Arbeit offiziell abschließen. Trotz der Vergangenheit geht der Blick der Menschen und der Regierung nach vorne. Armutsbekämpfung steht im Mittelpunkt der Bemühungen, die die Regierung konsequent und ehrgeizig vorantreibt. mehr


Förderschwerpunkte:

Ruanda - den Blick nach vorne gerichtet

Kaum ein Hügel, kaum eine Kuppe ohne Felder bis an die Spitze - im Land mit der höchsten Bevölkerungsdichte Afrikas gibt es kaum einen ungenutzten oder unbewohnten Fleck. Der Druck auf die Regierung, spürbare Erfolge vorzuweisen und damit auch zu zeigen, dass Ruanda in eine positive Zukunft blicken kann, ist groß. Mehr als 80 Prozent der Menschen müssen mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen, weswegen direkte Armutsbekämpfung einen besonders wichtigen Stellenwert hat. Die KfW Entwicklungsbank unterstützt Ruanda dabei in wesentlichen Bereichen: Sie unterstützt die Dezentralisierung, durch die wichtige soziale Dienstleistungen direkt von den Gemeinden und damit näher an den Bürgern erbracht werden können. Sie unterstützt die Wirtschaftsentwicklung, damit Arbeitsplätze entstehen und wird zukünftig auch den Weg zu Mikrokrediten für Kleine und Kleinstunternehmen ebnen. Und nicht zuletzt engagiert sich Deutschland im Gesundheitswesen und bei der Reform der öffentlichen Verwaltung. mehr


Projekte und Programme:

Ruanda - den Kreislauf der Entwicklung anschieben

Der Distrikt Nyanza im Südwesten Ruandas ist wie das gesamte Land durchzogen von sanften Hügeln, welche Erinnerungen an die Toskana hervorrufen. Doch nicht vereinzelte Gutshöfe und die violette Farbe des Lavendels finden sich auf den Hügeln wieder, sondern Lehmhütten mit angrenzenden Bananenhainen. Auf den Feldern, für die zur effizienten Landnutzung im vielbevölkerten Ruanda fast aller Wald gerodet wurde, wachsen Maniok, Kartoffeln und Bohnen. Der Boden ist durch die intensive Landwirtschaft ausgelaugt. Aber er erholt sich: Um einige Hügel ziehen sich wie Höhenlinien schmale Erdwälle, die das Regenwasser stauen, dadurch die Erosion vermindern und so die Nährstoffe im Boden halten. Die Terrassierung von insgesamt 35 Hektar Ackerfläche im Distrikt Nyanza wird aus Mitteln des Community Development Fund (CDF) finanziert. Der CDF verwaltet auf zentraler Ebene Gelder, die Kommunen und Distrikten zugute kommen sollen. Damit ermöglicht er auf lokaler Ebene Infrastrukturvorhaben, wie Elektrifizierung, den Bau eines Marktplatzes oder eines Busbahnhofs. Die KfW Entwicklungsbank und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gehören zu den Initiatoren und Gebern des Fonds. mehr


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