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Namibia hat lange Zeit unter Fremdbestimmung gelitten. Deutsche Kolonie von 1884 bis 1915 gelangte das Land dann unter den Einfluss von Südafrika und wurde erst 1990 unabhängig. Namibia ist geprägt von einer Spaltung der Gesellschaft in eine kleine wohlhabende Oberschicht und eine große, überwiegend schwarze Bevölkerungsmehrheit, die in Armut lebt. Die Schere zwischen Reichen und Armen ist in keinem Land der Erde so groß wie in Namibia. Insbesondere im dicht besiedelten Norden und Nordosten Namibias, wo 85 Prozent der armen Haushalte und 70 Prozent der Gesamtbevölkerung leben, ist die Arbeitslosigkeit hoch, der Zugang zu sozialer Infrastruktur unzureichend. Zudem hat das Land ein Grundproblem: Es ist sehr groß, zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland, wird aber nur von zwei Millionen Menschen bewohnt. Der Binnenmarkt ist entsprechend klein, die Kosten für Infrastruktur groß. Das Land ist zudem wirtschaftlich stark abhängig vom großen Nachbarn Südafrika, aus dem es 85 Prozent seiner Importe bezieht. mehr
Vor dem Hintergrund der geschichtlichen Verantwortung für die frühere deutsche Kolonie erhält Namibia so viel Unterstützung pro Kopf wie kein anderes Partnerland. Deutschland ist mit der größte bilaterale Geber Namibias. Die Schwerpunkte der deutschen Unterstützung liegen seit 2003 in der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung, dem Management natürlicher Ressourcen sowie dem Straßentransport. Zudem beteiligt sich Deutschland am Kampf gegen Aids. mehr
Es war ein Volksfest, als das neue Forsthaus von Ncumcara in den Kavango-Wäldern Namibias eröffnet wurde. 500 Dorfbewohner kamen, Schulklassen sangen, Frauen kochten Braai und sogar der Staatssekretär für Forstwirtschaft war aus der Hauptstadt gekommen. Das Forsthaus ist ein Symbol für die Hoffnung der meist sehr armen Bewohner von Ncumcara, die ihre bescheidene Existenz dem Wald verdanken. Denn der Nutzen von Wald, ohne ihn abzuholzen, war bislang in Namibia unbekannt. Jetzt, dank der Unterstützung durch die KfW Entwicklungsbank, haben die Armen gelernt, mit und gleichzeitig vom Wald zu leben. mehr
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