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In Sachen Demokratie und Bürgerbeteiligung ist Mali mit seinen rund 30 Völkern die Schweiz Afrikas. Bambara und Malinké, Fulani und Sarakolé, Dogon, Tuareg und Mauren leben friedlich zusammen - nachdem letzte Konflikte 1995 durch ein föderales System mit großer Eigenverantwortung der einzelnen Regionen überwunden wurden. Mali ist politisch weitgehend stabil, auch wenn die anstehende Präsidentschaftswahl 2012 für eine gewisse Unruhe sorgt. Die Parlaments- und Kommunalwahlen sind fair und frei. Terroristische Aktivitäten im Norden des Landes stellen die Demokratie aber zunehmend vor große Herausforderungen. Das westafrikanische Mali, das zu zwei Dritteln aus Sahara und Sahelzone besteht, ist eines der ärmsten Länder der Welt. Es ist deshalb massiv auf internationale Unterstützung angewiesen. mehr
Die "Flamme des Friedens" in Timbuktu im Norden Malis ist das Symbol dafür, dass das Land nicht an den gewaltsamen Aufständen der Tuareg zerbrochen ist. 1996, als der Staat und die Nomaden Frieden schlossen, hieß die Lösung "Dezentralisierung". Nicht mehr nur die Zentralregierung im fernen Bamako - die regionalen Vertreter, gewählt in freien Wahlen, entscheiden seitdem über Wohl und Wehe mit. Wie in ganz Mali. Eigenständigkeit und Autonomie - sie halten den Vielvölkerstaat mit seinen 30 Volksgruppen zusammen, auch wenn heute terroristische Aktivitäten im Norden des Landes die Demokratie zunehmend vor große Herausforderungen stellen. Dezentralisierung, das ist einer der drei Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit Mali und eine mögliche Antwort auf diese Herausforderungen. Doch weil Wahlen und Mitbestimmung noch keinen satt machen, sind die Förderung der Bewässerungslandwirtschaft und die Trinkwasserversorgung zentrale Anliegen. Die KfW Entwicklungsbank arbeitet in diesen Bereichen eng mit anderen internationalen und deutschen Partnern, hier vor allem der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED), zusammen. mehr
Vor ein paar Jahren konnte man auf den Märkten am Niger allenfalls ein bisschen Reis kaufen. Heute preisen Händler ihre neuen Radios an, Frauen bieten lautstark Süßkartoffeln, Gemüse und Zwiebeln an. Die Märkte im Binnendelta des Niger haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Die Handwerker reparieren sogar Mopeds. Vor wenigen Jahren undenkbar, als die Reisbauern von ihrer Ernte gerade die Familie ernähren konnten. An den Verkauf von Reis war nicht zu denken. 81 Prozent der 12 Millionen Malier haben nicht einmal zwei Dollar täglich zum Leben. Doch die Bewässerungswirtschaft am Niger zeigt, wie sich mit relativ geringen Mitteln und engagierten Bauern die Einkommen erheblich steigern und die Armut besiegen lässt. mehr
Vom Klimawandel sind alle Länder betroffen, doch am verletzlichsten sind die ärmsten Länder der Erde, obwohl sie am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben. Der Klimawandel wird die in vielen Entwicklungsländern ohnehin bestehenden Probleme, wie Dürren, Versteppung und Wassermangel, verstärken. In Afrika bündeln sich viele der Auswirkungen des Klimawandels wie in einem Brennglas. Verteilungskonflikte werden sich verschärfen, und die umweltbedingte Migration wird sich verstärken. mehr
KfW Office Mali
Bamako - Mali
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