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Kenia galt 40 Jahre lang als eines der stabilsten Länder Afrikas – bis zu den Unruhen bei den Wahlen Ende 2007 mit über 1000 Toten und Hunderttausenden von Flüchtlingen. Koffi Annan schaffte es, den Präsidenten Kibaki und Oppositionsführer Odinga an einen Tisch zu bringen und zur Machtteilung zu überreden. Diese „Große Koalition“ funktioniert bislang erstaunlich gut, trotz allen politischen Geplänkels. Die Herausforderungen sind groß: eine neue Verfassung, Landreform, mehr Beschäftigung und eine gerechtere Verteilung müssen umgesetzt werden. Nur so kann das Land dauerhaften Frieden sichern. Kenia besitzt die größte und leistungsfähigste Wirtschaft Ostafrikas - Armut und soziale Ungleichheit sind aber immer noch weit verbreitet. mehr
Weltweit schlug sein Rücktritt Wellen, auch wenn die Demission eines Staatssekretärs im Justizministerium von Kenia üblicherweise keine Schlagzeilen außerhalb des Landes macht. Doch im Fall von John Githongo Anfang 2005 war das anders: Githongo war Korruptionsbeauftragter des neuen Präsidenten Mwai Kibaki, der seinen großen Wahlsieg 2002 auch mit dem Versprechen errungen hatte, massiv gegen die grassierende Korruption im Land vorzugehen. Als Githongo das Handtuch warf und massive Korruptionsvorwürfe erhob, hatte das Folgen: Weltbank, EU, Internationaler Währungsfonds (IWF) und andere Geber legten ihre Fördermittel für Kenia auf Eis. mehr
Die 18-jährige Faith Kanini ist eine der ersten Frauen aus den Slums von Nairobi, die ihr Kind in einer Gesundheitsstation auf "Gesundheitsgutschein" bekommen hat. "Ich kann meine Freude gar nicht in Worte fassen", sagt die junge Mutter dem Reporter der Tageszeitung Horizons. "Die Voucher Babies kommen" heißt die Titelgeschichte. Normalerweise hätte Faith Kanini ihren 2.700 Gramm schweren Sohn in einer schmutzigen Wellblechhütte zur Welt gebracht. Vielleicht wäre sie dabei gestorben, vielleicht ihr Junge. Denn die Mütter- und Säuglingssterblichkeit in Kenia ist extrem hoch. Die Geburt in einer Gesundheitseinrichtung, die bis zu 250 Euro kostet, hätte sich Kanini auf keinen Fall leisten können. 250 Euro sind der Jahresverdienst der Armen in Kenia. Erst seit es die von der KfW Entwicklungsbank stark subventionierten Gesundheitsgutscheine, die Voucher, gibt, können sich auch Arme in Gesundheitseinrichtungen behandeln lassen. Kanini hat 200 Kenia-Schilling für die Geburt bezahlt. Zwei Euro - vier Vorsorgeuntersuchungen eingeschlossen. mehr
KfW Office Kenya
Nairobi - Kenya
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