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Guinea

Landkartenausschnitt Guinea

Landesinformation:

Viele Schätze liegen brach

Drei schwere Diesellokomotiven schleppen ihre 1.500-Tonnen-Fracht erst durch prächtigen Tropenwald, dann durch triste Vorstädte zum Hafen von Conakry, der mit zwei Millionen Einwohnern größten Stadt des westafrikanischen Küstenstaats Guinea. Auf der Strecke von Fria fährt die Eisenbahn nach Fahrplan - aber nicht für Menschen, sondern für Bauxit, das wichtigste Exportgut. Der Personenverkehr ist vor Jahren eingestellt worden, die Gleise der wenigen Strecken im Landesinneren verrotten. Guinea gehört zu den ärmsten Ländern des Kontinents, obwohl es Bodenschätze, Wasser und eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt besitzt. Instabile politische Verhältnisse, Korruption und eine kaum entwickelte Wirtschaft wiegen den natürlichen Reichtum auf. mehr


Förderschwerpunkte:

Guinea - zuerst kommen Aufklärung und Bildung

An einer Tankstelle vor Mamou in Zentralguinea tauschen Lastwagenfahrer Neuigkeiten aus dem ganzen Land aus. Die 60.000-Einwohner-Stadt ist ein beliebter Treff, weil sich hier die wichtigste West-Ost-Verbindung zwischen Conakry und Kankan mit der Straße nach Labé kreuzt. Die Trucker haben Vieh und Reis geladen. Manche auch eine tödliche Fracht: Auf über sieben Prozent wird der Anteil HIV-/Aids-infizierter Lastwagenfahrer in Guinea geschätzt. Keine andere Berufsgruppe trägt ein höheres Risiko, an der Immunschwäche zu erkranken - und sie bis ins entlegenste Dorf zu transportieren. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) klärt in ihren Programmen zur Aids-Prävention gezielt über solche Infektionswege auf. Ferner steht das Thema Bildung im Vordergrund, wobei sich Deutschland auf den Primarschulbereich konzentriert. mehr


Projekte und Programme:

Guinea - Entwicklung macht Schule

"L’animal, son cri, son bébé" schreibt der Lehrer an die Tafel. Die 50 Jungen und Mädchen rufen eifrig Tiernamen und Verben. "Le serpent siffle", die Schlange zischt. Der Lehrer nickt und hält den Satz fest. Vor wenigen Monaten war noch er es, der Französisch paukte. Jeder dritte Grundschullehrer in Guinea hat schwache oder sehr schwache Kenntnisse der Amtssprache - was bedeutet, dass er seinen Schülern in diesem Fach wenig mitgeben kann. Lehrerqualifizierung ist daher der erste Schritt, um das guineische Bildungssystem zu entwickeln. Die Finanzielle Zusammenarbeit (FZ) unterstützt den Bau von Dorfschulen, aber auch von Lehrerfortbildungsstätten, die mit modernen Lern- und Lehrmitteln ausgestattet werden. Zudem werden umfangreiche Lehreraus- und -fortbildungsmaßnahmen mitfinanziert. Aufgrund der aktuellen politischen Situation ist die Umsetzung dieses Vorhabens derzeit jedoch ausgesetzt. mehr


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