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Burkina Faso

Landkartenausschnitt Burkina Faso

Landesinformation:

Ein Bündel von Standortnachteilen

Burkina Faso oder das Land der Aufrechten, wie es in der Mischung der beiden Hauptsprachen Moree und Djoula heißt, kämpft auch fünfzig Jahre nach der Unabhängigkeit mit seinem Bündel von Standortnachteilen. Das am dichtesten besiedelte Land der Sahelzone nimmt einen der letzten Plätze auf der Entwicklungsskala der Vereinten Nationen ein (Human-Development-Index) ein. Fast die Hälfte der Burkinabe muss mit weniger als zwei Dollar am Tag leben. Die Kinder- und Müttersterblichkeit ist hoch und die mittlere Lebenserwartung beträgt 56 Jahre. Der Alphabetisierungsgrad in der erwachsenen Bevölkerung beträgt knapp 25 Prozent. Eine schwere Hypothek stellt zudem das ungebremste Bevölkerungswachstum von 3,1 Prozent dar, das die Früchte des durchschnittlichen Wirtschaftswachstums von vier bis fünf Prozent zum großen Teil aufzehrt. mehr


Förderschwerpunkte:

Burkina Faso - die Kraft der Kommunen nutzen

Die dampfende Schüssel voll Reis, die ein burkinischer Bauer zu besonderen Festen auftischt, signalisiert, dass er es zu bescheidenem Wohlstand gebracht hat. Reis zählt nicht zu den Grundnahrungsmitteln. 80 Prozent werden exportiert - eine der wenigen Einkommenschancen, die der ländlichen Bevölkerung offen stehen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) unterstützt den Anbau von Reis und anderen landwirtschaftlichen Produkten in Burkina Faso, indem sie Konzepte und Mittel für die Nutzung von Talauen bereitstellt, die landwirtschaftliche Produktion sowie die Weiterverarbeitung und Vermarktung der Produkte fördert. Weitere Programme der deutschen EZ tragen zur Dezentralisierung und Kommunalentwicklung des Landes und zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung vor allem in Klein- und Mittelstädten bei. mehr


Projekte und Programme:

Burkina Faso - Vorhang auf für Kinderrechte

Auf dem Platz vor dem Haus des Bürgermeisters ist das ganze Dorf versammelt. Stellwände deuten die Bühne an, als Requisiten reichen ein Dreibein aus Metall als Herd, Töpfe und Kellen. Im Publikum sitzen die Jüngsten vorn, denn um sie geht es in dem Theaterstück: Kinderarbeit in Burkina Faso. Die erste Szene beschreibt den Alltag eines Dienstmädchens. Sie kocht, holt Wasser, putzt und passt auf ein Kleinkind auf, das sie in einem Tuch auf dem Rücken trägt. Für die nächste Szene wird die "Küche" zu einer "Schule" umgebaut. Die Botschaft ist klar: Kinder sollen lernen statt schuften. Mit der Theaterkampagne erreicht die Maßnahme "Menschenrechte/Bekämpfung von Kinderarbeit und Kinderhandel", die von der KfW Entwicklungsbank gefördert wird, die Landbevölkerung im Osten von Burkina Faso. mehr

Burkina Faso - Wasser für das ganze Jahr

In Sibéra, einem Dorf im Südwesten von Burkina Faso, graben Frauen mit Forken ein Feld um, auf dem schilfartiges Gras wächst. Es ist Zeit für die Ernte - nicht über, sondern unter der Erde. Das Rhizom der Ingwer-Pflanze wird nicht nur in Asien, sondern auch in Burkina Faso als Gewürz und Heilmittel geschätzt. Den Frauen in Sibéra beschert es ein zusätzliches Einkommen, Geld für Nahrungsmittel, Medikamente, Schulbücher. Ohne eine Regulierung des Wasserhaushalts würden die Ingwer-Pflanzen die Trockenzeit von Oktober bis Mai und die starken Regenfälle im Sommer nicht überstehen. Das von der KfW Entwicklungsbank geförderte Vorhaben ermöglicht den Bau und Betrieb einfacher, aber effektiver Bewässerungssysteme, die die landwirtschaftliche Produktion in den Talauen erhöhen und zur Armutsbekämpfung beitragen. mehr

Burkina Faso - den Fluss des Lebens speisen

Ein trübes Rinnsal begleitet die Straße, die von einem Industriegebiet oberhalb der Stadt Bobo-Dioulasso ins Tal führt. Hier leiten die Brauereien, der Schlachthof und die Seifenfabriken ihre Abwässer ein. Der Kanal transportiert seine giftige Fracht vorbei an Häusern und Marktständen. An heißen Tagen steht das Abwasser und atmet Faulgase aus. Wenn es regnet, überflutet die Brühe Höfe, in denen Kinder spielen. Chemikalien und Bakterien gefährden das Trinkwasser, die heiligen Fische schwimmen mit dem Bauch nach oben. Doch das gehört der Vergangenheit an. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) hat den Bau eines geschlossenen Kanalnetzes in Bobo-Dioulasso unterstützt, gleichzeitig entwickelte sie Strategien, um die Schadstofflast der Industrieabwässer zu senken. mehr


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