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Einst war Brasilien der größte Schuldner der Erde. Die Inflationsrate lag bei vier Prozent - und zwar pro Tag. Diese Zeiten sind endgültig vorbei. Die Wirtschaft des größten Landes Südamerikas ist in den Jahren 1998 bis 2009 fast ohne Unterbrechung gewachsen. Das Land hat seine Schulden abgebaut. Der Schuldenstand liegt deutlich unter dem Niveau der meisten europäischen Länder. Die Währung ist stabil und wurde seit der Währungs- und Finanzkrise im Vergleich zu Dollar und Euro kontinuierlich aufgewertet. Seine politische Entwicklung verläuft seit über 20 Jahren in relativ geordneten und vor allem demokratischen Bahnen, wenngleich schwierige Probleme bleiben. Auch die Geldentwertungsrate konnte reduziert werden und lag im Jahr 2009 bei rund vier Prozent - allerdings pro Jahr. mehr
Vor über 45 Jahren begann die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit Brasilien. Seither hat sich viel verändert. Aufgrund seines Entwicklungsstandes ist das Land in der Lage, noch bestehende Defizite, besonders im sozialen Bereich, selbst anzugehen. Dennoch ist es für die EZ weiter wichtig, auf bestimmten Gebieten Anstöße zu geben, beim Transfer von Know-how mitzuwirken und bei der Selbsthilfeorganisation benachteiligter Bevölkerungsgruppen Hilfestellung zu leisten. Und hier ist in Brasilien weiterhin viel zu tun. Andererseits tritt das Land inzwischen selbst als Geber in der EZ auf. Deutschland unterstützt dieses Engagement durch Dreieckskooperationen - wie zum Beispiel bei der HIV/AIDS-Bekämpfung in Drittländern. Trotzdem gibt es weiterhin auch ein großes Interesse an deutscher EZ in Brasilien selbst, das für uns ein "Ankerland" ist. Diese Zusammenarbeit ist auf die globalen öffentlichen Güter konzentriert, insbesondere auf den Umweltschutz, der häufig auch Klimaschutz ist. Konkret heißt das, dass sich die Zusammenarbeit auf den Umweltschutz und das Ressourcenmanagement konzentriert, aber auch an der Verbesserung der Energieversorgung mitwirkt. Hier stehen erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Vordergrund. mehr
Fast die Hälfte Brasiliens besteht aus amazonischem Regenwald. Er erstreckt sich über nahezu 4,2 Millionen Quadratkilometer - eine Fläche größer als Westeuropa - und ist damit der größte tropische Regenwald der Erde. Insgesamt leben 1,5 Millionen Pflanzen- und Tierarten in Amazonien, von denen bis dato nur etwa 10 bis 20 Prozent überhaupt erfasst sind. Gleichzeitig ist der Regenwald ein riesiges Kohlenstoffreservoir und erfüllt wichtige Funktionen für die Stabilisierung des regionalen und globalen Klimas. mehr
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