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Die Folgen des jugoslawischen Bürgerkrieges in der ersten Hälfte der neunziger Jahre sind bis heute in Bosnien-Herzegowina auf Schritt und Tritt spürbar. Nirgendwo sonst fielen die Zerstörungen von Infrastruktur, Wohnraum und industriellen Produktionsanlagen so verheerend und gründlich aus, nirgendwo war das menschliche Leid infolge von Massenmorden, Vergewaltigungen und Vertreibungen so gewaltig wie in Bosnien-Herzegowina. mehr
Seit 1999 unterstützt die Bundesrepublik Deutschland den jungen Staat Bosnien und Herzegowina (BiH) im Rahmen der Finanzielle Zusammenarbeit (FZ). Abgesehen von den Mitteln des ebenfalls durch die FZ unterstützten Europäischen Fonds für Südosteuropa (EFSE), die für Bosnien zur Verfügung stehen, erhielt das Land bis 2007 aus dem Bundeshaushalt FZ-Zusagen über 109 Millionen Euro. Die Schwerpunkte der Finanziellen Zusammenarbeit in BiH sind ähnlich gesetzt wie in den Nachbarländern. Auch in BiH sind beträchtliche Investitionen in die Sanierung und Erweiterung der Infrastruktur notwendig. Dies ist nur mit Geld und Expertise aus dem Ausland möglich. Neben der Rehabilitierung der Infrastruktur geht es vor allem darum, Armut zu lindern und Beschäftigung zu schaffen. mehr
In Bosnien-Herzegowina sind meist kommunale Versorgungsbetriebe für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zuständig. Die betriebswirtschaftliche Situation dieser Betriebe ist oftmals prekär: Etwa die Hälfte des produzierten Wassers geht im Landesdurchschnitt durch Leckagen, Diebstahl oder mangelhafte Erfassung des Verbrauchs verloren. Die Gebühreneinnahmen reichen meist nicht aus, die laufenden Kosten zu decken. mehr
Die Winde für erneuerbare Energien stehen günstig in Bosnien-Herzegowina. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die bergige Karstregion in der südlichen Herzegowina bietet gute Bedingungen für einen Windpark. Ungehindert pfeift der Wind über eine mondähnliche Landschaft. Die über 100 Meter hohen Windräder mit einem Rotordurchmesser von 70 Metern stören hier keine Menschenseele - weit und breit gibt es keine Siedlungen. mehr
Büroleiter: Gerald Kühnemund
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