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Asien

Projektgebiet Asien

Sonnenaufgang im Osten

Asien (Asia, assyrisch für Sonnenaufgang) ist der größte aller Kontinente mit etwa einem Drittel der Landfläche der Erde insgesamt. Bewohnt wird er von etwa 4 Milliarden Menschen. Asien ist ein Kontinent der Superlative: Hier befinden sich der Mount Everest, der mit 8.848 Metern höchste Berg der Welt, und der Baikalsee, der größte Süßwassersee der Erde. Die Siedlungsgebiete mehrerer alter Hochkulturen befinden sich hier: Mesopotamien, das Industal, der Iran sowie China.

Wirtschaftlich und sozial hat Asien und insbesondere die Entwicklungsländer in den vergangenen Jahren eine beachtliche Entwicklung genommen. Auch 2009 soll das BIP Asiens 3,4 Prozent wachsen, während die Wirtschaft der USA 2009 um 2,4 Prozent schrumpft, die Europas um 2,6 Prozent und die Japans um 3,5 Prozent. Dass Asien im weltweiten Vergleich vorne liegt, hat seine Ursache in der wirtschaftlichen Entwicklung Indiens und Chinas, den jeweiligen Wachstumslokomotiven ihrer Regionen. So soll China 2009 um 7 Prozent und Indien um 5 Prozent wachsen. Während man jedoch in den USA, in Europa und in Japan für 2010 allenfalls mit schwachem Wachstum rechnet, wird für Asien eine Zunahme des BIP um 6 Prozent prognostiziert. Trotzdem leben noch mehr als 700 Millionen Menschen in Asien in absoluter Armut (rund zwei Drittel aller Armen weltweit).

Einher geht dieser Prozess in vielen Ländern allerdings mit wachsender Ungleichheit. In einer Reihe von Staaten ist die Einhaltung der Menschenrechte mangelhaft und es steht schlecht um "gute Regierungsführung". Außerdem ist noch die Kategorie politisch instabiler Staaten zu nennen, zu denen unter anderem Sri Lanka, Afghanistan und die Atommacht Pakistan zählen. Sie leiden allesamt unter inneren Konflikten. Naturkatastrophen suchen die Länder der Region mit beängstigender Regelmäßigkeit heim.

Umweltbelastung und Korruption fordern heraus

Korruption stellt ein drängendes Problem in vielen Ländern dar. Im entsprechenden Wahrnehmungsindex 2008 der Nichtregierungsorganisation Transparency International sind mit Myanmar (Platz 178 von 180), Afghanistan (Platz 176), Kambodscha, Kirgistan, Usbekistan und Turkmenistan (Platz 166) sechs asiatische Länder im letzten Zehntel der Liste eingestuft. Korruption durchzieht viele Staaten der Region. Sie reicht vom Polizisten, der das Strafgeld für eine Regelwidrigkeit in die eigene Tasche wirtschaftet, bis hin zur Beeinflussung bei der Vergabe von Großaufträgen. Dies alles verursacht zusätzliche Kosten und hemmt die wirtschaftliche und soziale Entwicklung auf Kosten der Bevölkerung.

Begleiterscheinung des rasanten wirtschaftlichen Aufschwungs in Ost- und Südasien ist auch eine Zunahme der Umweltbelastung. In Großstädten wie etwa in Jakarta sinkt der Boden durch die übermäßige Entnahme von Grundwasser ab. Gleichzeitig kann durch die mit Abfall verstopften Abwasserkanäle der Niederschlag nicht abfließen und es kommt während der Regenzeit zu weitflächigen Überflutungen. Zudem steigt der Meeresspiegel durch den Klimawandel und bedroht viele Ansiedelungen im Küstenbereich. Jedes Jahr werden riesige Flächen Primärwald abgeholzt, oftmals illegal, um das Holz zu verwerten und Platz zu schaffen für riesige Monokulturen von Nutzpflanzen wie Ölpalmen. China hat die USA im Oktober 2008 als weltweit führender Emittent von CO2 abgelöst, auch Indonesien liegt hier mit an der Spitze, nicht durch Industrie- und Verkehrsabgase oder die Emissionen von Haushalten, sondern durch Entwaldung.

Angesichts dieser mannigfaltigen Herausforderungen unterstützt die KfW Entwicklungsbank die Partnerländer durch Investitionen in die wirtschaftliche und soziale Infrastruktur und durch die Förderung leistungsfähiger Finanzinstitutionen. Dabei kommen Verfahren zum Einsatz, die Korruption minimieren und für Transparenz von Entscheidungen sorgen. Oft wird die Bevölkerung mit einbezogen und insgesamt Beiträge zu "Good Governance", Konfliktprävention und Krisenbewältigung geleistet. In vielen Ländern zielen die Schwerpunkte der Zusammenarbeit auf die Sicherung natürlicher Ressourcen und Umwelt- und Klimaschutz ab. Maßnahmen der Finanziellen Zusammenarbeit haben oft Demonstrations- und Modellcharakter, so dass sie weit über das eigentliche Programm oder Projekt hinaus Wirkung entfalten und repliziert werden können.


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