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Timor-Leste, früher Osttimor, ist der zweitjüngste Staat der Erde. Das Land hat nur eine Million Einwohner und ist kleiner als das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein, dafür hat es aber große Probleme. Die tropische Inselhälfte ist das ärmste Land Asiens und die Stabilität muss noch konsolidiert werden. Rohstoffvorkommen in der Timor-See, die sich der Zwergstaat mit Australien teilt, lassen Hoffnung auf wirtschaftliche Fortschritte aufkommen, doch bleibt Timor-Leste auf die Hilfe der UN und der Geber angewiesen. mehr
Timor-Leste ist seit 1999 von der internationalen Gemeinschaft mit jährlich rund 180 Millionen US-Dollar massiv gefördert worden. Deutschland hat sich seitdem mit mehr als 34 Millionen Euro für die Entwicklung der jungen Nation eingesetzt. Neben Hilfen für Flüchtlinge und Beiträgen zur Nahrungsmittelversorgung stand der Aufbau der Trinkwassersysteme im Fokus der Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Seit 2003 ist der Seetransport Schwerpunkt der deutschen EZ, denn ohne maritime Transportmöglichkeiten kann sich das Land auf der abgelegenen Insel nicht entwickeln. Finanzielle und Technische Zusammenarbeit sind in Kooperation darauf ausgelegt, eine für die wirtschaftliche und soziale Integration wichtige Fährverbindung aufrecht zu erhalten sowie den Ausbau der Hafeninfrastruktur und den Aufbau einer Hafenbehörde in Timor-Leste zu bewerkstelligen. Ergänzt wird die Arbeit durch Vorhaben der Technischen Zusammenarbeit in der ländlichen Entwicklung und Konfliktmanagement. Doch der Weg, den Timor-Leste noch vor sich hat bis es auf eigenen Füßen steht, ist noch weit, denn 1999 zerstörten die abziehenden indonesischen Truppen fast die gesamte Infrastruktur.
Zum Territorium Timor-Lestes mit der Hauptstadt Dili gehören neben dem Stammland im Osten der Insel Timor auch die Enklave Oecussi (48.000 Einwohner) im indonesischen Teil Timors und die Insel Atauro (8.000 Einwohner). Zwischen Oecussi und Dili besteht zwar eine 350 km lange Straßenverbindung, die jedoch durch indonesisches Staatsgebiet führt. Die Reise ist mit vielen bürokratischen Hürden verbunden. Die KfW sorgte dafür, dass eine regelmäßige Fährverbindung zwischen der Hauptstadt und der westlichen Enklave aufgebaut und betrieben wurde. Dafür wurde eine neue Fähre mit dem Namen Nakroma finanziert. Des Weiteren wird in Kooperation mit der GTZ der Hafenbetrieb auf- und ausgebaut. mehr
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