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Indonesien

Landkartenausschnitt Indonesien


Landesinformation:

Einheit in der Vielfalt

Indonesien ist der größte Inselstaat der Welt, bestehend aus fünf Hauptinseln und etwa 30 Inselgruppen, insgesamt 17.506 Inseln und Inselchen, von denen etwa 6.000 bewohnt sind. Das Land liegt sowohl am Kreuzungspunkt von zwei Ozeanen, dem Indischen und dem Pazifischen Ozean, als auch von zwei Kontinenten, Asien und Australien. Von dieser doppelten Brückenlage sind die kulturellen, politischen und ökonomischen Bedingungen des Landes geprägt. Außerdem ist es mit bald 240 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste islamische Land der Erde. Trotz langjährigen wirtschaftlichen Wachstums ist Armut immer noch weit verbreitet. Zudem bedroht der Raubbau an den einmaligen tropischen Regenwäldern die natürlichen Ressourcen und Entwicklungschancen des Landes ebenso wie das Weltklima. mehr


Förderschwerpunkte:

Indonesien - Klimaschutz und Privatsektorförderung 

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Indonesien hat eine lange Geschichte. Die erste Zusage der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) für Indonesien erfolgte im Jahre 1962. Seitdem wurden mehr als 2 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt für die Finanzielle Zusammenarbeit mit Indonesien zugesagt, wobei Geld vom Kapitalmarkt die Haushaltmittel erheblich ergänzte. Im Fokus der Entwicklungszusammenarbeit stehen derzeit Bemühungen zum Klimaschutz, die Förderung der Privatwirtschaft sowie die Unterstützung von Dezentralisierung und guter Regierungsführung. Außerdem investiert die Finanzielle Zusammenarbeit in den Aufbau nach dem Tsunami von Ende 2004, das Transportwesen sowie in die Gesundheits- und Seuchenvorsorge (HIV/Aids, Vogelgrippe). mehr


Projekte und Programme:

Indonesien - Hilfe zur Selbsthilfe nach dem Tsunami

Am 26. Dezember 2004 verursachte ein Seebeben der Stärke 9 auf der Richterskala und der dadurch ausgelöste Tsunami in den Küstenregionen des indischen Ozeans schwere Zerstörungen, besonders in Indonesien, Indien, Thailand und Sri Lanka. Die Erdstöße des Bebens führten auch im Landesinneren zu teilweise großen Schäden. Ein weiteres Seebeben am 28. März 2005 verursachte schwere Schäden auf den Sumatra vorgelagerten Inseln Nias und Simeulue. Die KfW hilft mit Mitteln der Finanziellen Zusammenarbeit beim Wiederaufbau der zerstörten Häuser sowie der Infrastruktur und setzt dabei auf das Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" und die Wiederbelebung der lokalen Wirtschaft. mehr

Indonesien - Nutzung von Erdwärme zur Stromerzeugung

Indonesien hat ein großes Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energien. Bisher wird davon aber nur ein kleiner Teil genutzt; die Stromerzeugung basiert noch zu 86 Prozent auf konventionellen thermischen Energieträgern (Öl, Gas und Kohle), verbunden mit hohen Schadstoffemissionen und Umweltschädigungen. Das Erdwärmepotenzial in Indonesien ist sehr groß, es dürfte für Kraftwerke mit einer Stromerzeugungskapazität von über 25.000 MW ausreichen. Die indonesische Regierung will diese geothermischen Ressourcen verstärkt nutzen, ist dabei aber auf externe Unterstützung angewiesen (Know-how, Finanzierung etc.). Mit deutscher Hilfe soll ein Geothermiekraftwerk in der Provinz Aceh / Nordsumatra gebaut werden. mehr 

Indonesien - Forstpolitik zur Emissionsverringerung

Jährlich gehen weltweit etwa 13 Millionen Hektar Wald verloren. Etwa 20 Prozent der vom Menschen produzierten Treibhausgase stammen aus Kohlenstoffemissionen aus Wäldern, hauptsächlich in den Tropen, bedingt durch wechselnde Landnutzung und Abholzung. Der Erhalt bedrohter Wälder wird als eine der kostengünstigsten Möglichkeiten der Klimastabilisierung gehandelt. Gemäß der hohen Relevanz von REDD (Reducing Emissions from Deforestation and "Degradation") hat die Vermeidung von Entwaldung, insbesondere in Entwicklungsländern, einen hohen Stellenwert in dem Bemühen um Klimaschutz. In Vorbereitung eines Post-Kyoto-Klimaschutz-Regimes ab 2012 sammeln viele Länder Erfahrungen bei der Implementierung von REDD-Demonstrationsmaßnahmen. mehr

 


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