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"Indien testet Mittelstreckenrakete", "Tata übernimmt Jaguar und Land Rover", "Indien will zum Mond fliegen": Schlagzeilen des modernen Indien. Doch das ist nur die eine, die glänzende Seite der mit 1,2 Milliarden Menschen größten Demokratie der Welt. Auf der anderen Seite stehen 456 Millionen Inder, die unter der Armutsgrenze (1,25 US$/Tag) leben – sie machen ein Drittel der Armen weltweit aus, so viele wie in keinem anderen Land der Erde. Indien ist wirtschaftliche Supermacht und Entwicklungsland in einem. mehr
Die Luft in Megacitys wie Neu Delhi und Mumbai ist oft zum Schneiden. In Neu Delhi mit seinen rund 15 Millionen Einwohnern wird es im Winter gar nicht mehr richtig hell, so dick ist die Schicht von Smog und Nebel. Das ist die Folge eines Wirtschaftswachstums von zuletzt mehr als sieben Prozent. Die Wirtschaft Indiens boomt – aber nicht zum Vorteil aller. Insbesondere die ländliche Bevölkerung Indiens hat mit Arbeitslosigkeit und Armut zu kämpfen. Ein immer größer werdender Teil sucht sein Glück in den Großstädten des Landes. Dort steigt der Hunger nach Energie. Die Kohlekraftwerke laufen auf Hochtouren, der Smog nimmt zu. Indien steht vor der Herausforderung, sein Wirtschaftswachstum klimagerecht und unter Einbezug aller Bevölkerungsgruppen fortzusetzen. Umweltgerechte Stadtentwicklung und Ressourcenschutz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien sowie nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sind die Schwerpunkte der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Indien. mehr
Man sieht sie überall in den Straßen von Chennai, der Hauptstadt des südindischen Bundesstaates Tamil Nadu: alte Tankwagen, die die Sechs-Millionen-Stadt mit Wasser versorgen. Dabei ist eigentlich jeder in Chennai an die Leitungen des kommunalen Versorgers "Metro Water" angeschlossen. Doch bei der Hälfte der Anschlüsse tropft es allenfalls: Liegt daran, dass Grund- und Wohnungsbesitzer lediglich eine geringe Wassersteuer zahlen, egal, wie viel sie verbrauchen. Wasserzähler gibt es kaum. Die Folge: Die Einnahmen decken nicht einmal die Betriebskosten. "Metro Water" kann nicht ausreichend investieren, weder ins Netz, noch in Wasserressourcen. Die Situation in Chennai ist beispielhaft: Den Kommunen in Tamil Nadu fehlen die Mittel, um Infrastruktur zu entwickeln und instand zu halten. Ansatzpunkt für ein Kreditprogramm der KfW Entwicklungsbank. mehr
Wenn Sie weitere Informationen benötigen, werden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und des Auswärtigen Amts fündig.
Gerne können Sie unsere Seite des Außenbüros in Delhi besuchen.