FAQ - Frequently Asked Questions
Die häufigsten Fragen rund um Evaluierung
Quelle: KfW
1. Wer führt die Ex Post-Evaluierungen von FZ-Vorhaben durch?
Die Ex Post-Evaluierungen werden von unabhängigen externen oder internen Gutachterinnen und Gutachtern durchgeführt.
2. Wie kann ich als Gutachterin oder Gutachter an einer Ex Post-Evaluierung teilnehmen und mich dafür bewerben?
Sie können sich generell für Ex Post-Evaluierungen bewerben. Außerdem können Sie von Fall zu Fall Ihr Interesse an einer konkreten Evaluierung bekunden.
3. Wann erfolgt typischerweise die Ex Post-Evaluierung für ein FZ-Vorhaben?
Die Ex Post-Evaluierung findet gewöhnlich drei bis fünf Jahre nach Fertigstellung oder Inbetriebnahme des Vorhabens statt.
4. Wie läuft eine typische Ex Post-Evaluierung ab?
In der Ex Post-Evaluierung wird der gesamte Projektzyklus eines Vorhabens, von der Projektdefinition über die Bedarfsableitung bis hin zu den Betriebserfahrungen und Wirkungen, noch einmal auf den Prüfstand gestellt. Die Gutachterinnen oder Gutachter setzen sich anhand von Projektakten mit dem Projekt auseinander und interviewen vor Ort den Projektträger und Personen, die die Zielgruppe vertreten. Auf dieser Grundlage schreiben sie einen Bericht.
5. Wie werden die Ergebnisse der Ex Post-Evaluierung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht?
Die Kurzfassungen der Ex Post-Evaluierungsberichte werden im Internet veröffentlicht. Außerdem stellt die KfW Entwicklungsbank im Zweijahresrhythmus einen Bericht über die Ergebnisse zusammen. Darüber hinaus arbeitet die KfW an den gemeinsamen Evaluierungsberichten der deutschen EZ-Institutionen mit.
6. An welchen Prüfkriterien wird der entwicklungspolitische Erfolg gemessen?
Fünf Schlüsselkriterien werden bei jeder Ex Post-Evaluierung herangezogen: Sie heißen Relevanz, Effektivität, Effizienz, übergeordnete entwicklungspolitische Wirkungen („Impact“) und Nachhaltigkeit.
7. Welche Erfolgseinstufungen gibt es?
Für die zusammenfassende Erfolgsbewertung wird eine sechsstufige Bewertungsskala verwendet.
8. Was versteht die KfW-Entwicklungsbank unter „Nachhaltigkeit“?
Für die KfW gilt ein Vorhaben als nachhaltig, wenn der Projektträger und/oder die Zielgruppen in der Lage und bereit sind, nach Beendigung der Unterstützung von außen das Projekt erfolgreich weiterzuführen.
9. Woran scheitern FZ-Vorhaben?
FZ-Projekte können aus unterschiedlichen Gründen scheitern. Die drei wichtigsten Ursachen für den Misserfolg sind schwache lokale Trägerorganisationen, unvorteilhafte sektorale Rahmenbedingungen und Defizite im Bereich der Zielgruppe.
Stand: Juli 2011