Ex Post-Evaluierungen
Ein Projekt wird auf den Prüfstand gestellt
Der gesamte Projektzyklus wird evaluiert. Quelle: KfW
Etwa drei bis fünf Jahre nach Inbetriebnahme der finanzierten Vorhaben wird eine aussagefähige Stichprobe der Maßnahmen einer umfassenden Ex Post-Evaluierung unterzogen. Dabei wird der gesamte Projektzyklus, von der Projektdefinition über die Bedarfsableitung bis hin zu den Betriebserfahrungen, aus dem Blickwinkel der Frage nach den erzielten Wirkungen noch einmal auf den Prüfstand gestellt.
Die Gutachter setzen sich anhand der vorliegenden Akten und Berichte mit dem Projekt oder Programm und seinem Hintergrund auseinander. Sie führen Interviews vor Ort mit Vertreterinnen und Vertretern des Projektträgers und der Zielgruppe, analysieren Daten und Statistiken, werten die Aussagen anderer externer Geber und Beteiligter aus und kommen schließlich zu einer Bewertung des Vorhabens. Unabhängig vom Sektor und den Besonderheiten des Vorhabens gibt es einige Schlüsselfragen, die bei jeder Ex Post-Evaluierung der KfW Entwicklungsbank angesprochen werden:
Wie haben sich das Partnerland, der Sektor und das Umfeld des Vorhabens seit Vorbereitung verändert? Wurde das Vorhaben gezielt auf einen wichtigen Engpassfaktor im Partnerland gerichtet und wurde ein Beitrag geleistet, ein Kernproblem zu lösen?
Ist das Vorhaben wie ursprünglich geplant durchgeführt worden (Soll-Ist-Vergleich von Maßnahmen, Kosten und Finanzierung)? Wie begründen sich gegebenenfalls Abweichungen?
Welche Elemente der Konzeption haben sich gut, welche weniger gut bewährt? In welchem Maße sind wichtige erwartete Wirkungen eingetreten und wie nachhaltig werden sie sein?
Welche anderen positiven und negativen Wirkungen (auch nicht beabsichtigte Wirkungen) sind aufgetreten? Was könnte und sollte aus heutiger Sicht bei Neuvorhaben anders/besser gemacht werden?
Am Ende jedes Evaluierungsberichtes steht eine abschließende Beurteilung des Erfolges des Vorhabens anhand einer Note der Skala 1 bis 6.
Weiterführende Informationen
Stand: Juli 2011