Bewertungsskala

Noten von 1 bis 6

Bewertungsstufen 1 bis 3 erfolgreich; 4 bis 6 nicht erfolgreich

Bewertungsstufen. Quelle: KfW

Die Bewertungsskala unterscheidet sechs Bewertungsstufen. Die ersten drei Stufen bezeichnen erfolgreiche Vorhaben und die letzten drei Stufen Vorhaben, die als nicht mehr hinreichend wirksam beurteilt werden:

Positiv

Stufe 1: Sehr gutes, deutlich über den Erwartungen liegendes Ergebnis.

Stufe 2: Gutes, voll den Erwartungen entsprechendes Ergebnis, ohne wesentliche Mängel.

Stufe 3: Zufrieden stellendes Ergebnis; liegt unter den Erwartungen, aber es dominieren die Vorteile.

Negativ

Stufe 4: Nicht zufrieden stellendes Ergebnis; liegt deutlich unter den Erwartungen und es dominieren trotz erkennbarer positiver Werte die negativen Ergebnisse.

Stufe 5: Eindeutig unzureichendes Ergebnis; trotz einiger positiver Teilergebnisse dominieren die negativen Ergebnisse deutlich.

Stufe 6: Das Vorhaben ist nutzlos, die Situation hat sich eher verschlechtert.

Für das Kriterium Nachhaltigkeit wird auf eine vierstufige Bewertungsskala zurückgegriffen, die vor allem den erwarteten (aber mit Prognoseunsicherheit behafteten) zukünftigen Trend reflektiert:

Nachhaltigkeitsstufe 1 (sehr gute Nachhaltigkeit): 
Die (bisher positive) entwicklungspolitische Wirksamkeit des Vorhabens wird mit hoher Wahrscheinlichkeit unverändert fortbestehen oder sogar zunehmen.

Nachhaltigkeitsstufe 2 (gute Nachhaltigkeit): 
Die (bisher positive) entwicklungspolitische Wirksamkeit des Vorhabens wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nur geringfügig zurückgehen, aber insgesamt deutlich positiv bleiben (Normalfall; "das, was man erwarten kann").

Nachhaltigkeitsstufe 3 (zufrieden stellende Nachhaltigkeit): 
Die bisher positive entwicklungspolitische Wirksamkeit des Vorhabens wird mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich zurückgehen, aber noch positiv bleiben. Diese Stufe trifft auch zu, wenn die Nachhaltigkeit eines Vorhabens bis zum Evaluierungszeitpunkt als nicht ausreichend eingeschätzt wird, sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv entwickeln und das Vorhaben damit eine positive entwicklungspolitische Wirksamkeit erreichen wird.

Nachhaltigkeitsstufe 4 (nicht ausreichende Nachhaltigkeit): 
Die entwicklungspolitische Wirksamkeit des Vorhabens ist bis zum Evaluierungszeitpunkt nicht ausreichend und wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht so stark verbessern, dass eine positive Wende erreicht wird. Diese Stufe trifft auch zu, wenn die bisher positiv bewertete entwicklungspolitische Wirksamkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit gravierend zurückgehen und nicht mehr den Ansprüchen der Stufe 3 genügen wird.

Bei der Zusammenführung der fünf Schlüsselfaktoren zu einer Gesamtnote ist zu berücksichtigen, dass ein Vorhaben in der Regel nur dann als insgesamt entwicklungspolitisch "erfolgreich" eingestuft werden kann, wenn sowohl die Projektzielerreichung ("Effektivität") und die Wirkungen auf Oberzielebene ("Übergeordnete entwicklungspolitische Wirkungen") als auch die Nachhaltigkeit mindestens als "zufrieden stellend" (Stufe 3) bewertet werden.

Stand: Juli 2011