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Namibia

Land der Kontraste im südlichen Afrika

Karte von Namibia

Namibia ist zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland, hier leben aber nur knapp 2,6 Mio. Menschen. Es ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt - der wirtschaftliche Binnenmarkt ist daher sehr klein. Das Land exportiert vor allem unbearbeitete Rohstoffe wie Diamanten, Mineralien oder Uran. Kürzlich wurden Ölfelder vor der Küste entdeckt, ein mögliches weiteres Exportgut. Die Weltbank stuft Namibia in die Gruppe der Länder mit höherem mittlerem Einkommen ein. Gleichzeitig ist Namibia stabil und demokratisch, eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung.

Dabei ist das Land gespalten in eine kleine wohlhabende Oberschicht und eine große Bevölkerungsmehrheit, die in Armut lebt. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft fast nirgendwo so weit auseinander wie hier. Ein Teil der Menschen kann einen hohen Lebensstandard pflegen, während mehr als 40 % der Bevölkerung bereits vor der Corona-Krise als arm galten, und zwar nicht nur in Hinblick auf ein geringes Einkommen, sondern auch in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Lebensstandard. So haben etwa informelle Siedlungen am Stadtrand von Windhoek keinen Anschluss an das Stromnetz oder die Trinkwasserversorgung und Kanalisation.

Das Land verfügt über eine reiche Biodiversität und zahlreiche Naturschutzgebiete, die jedoch mit den Herausforderungen des Klimawandels, Wilderei und Unterfinanzierung kämpfen.

Im Auftrag der Bundesregierung engagiert sich die KfW Entwicklungsbank Namibia in den Themenfeldern

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung
  • Klima und Energie, Just Transition
  • Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen

Schon lange unterstützt die KfW im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Namibia bei der Förderung des Privatsektors. Es werden Kreditlinien an lokale Banken vergeben, um vor allem den Menschen in ländlichen Gebieten Zugang zu Finanzdienstleistungen, etwa Kleinstkrediten, zu ermöglichen.

Außerdem fördert die KfW die berufliche Bildung insbesondere in Wirtschaftszweigen mit hohem Beschäftigungspotential, wie die Wartung von Industrieanlagen, Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten oder Tourismus, Transport und Logistik.

Eine zuverlässige und ausreichende Energieversorgung ist eine wichtige Grundlage für die nachhaltige und inklusive Entwicklung Namibias. Die KfW fördert den Bau eines Windparks mit 40 MW Leistung im Süden des Landes. Dadurch werden knapp 88.000 Menschen erstmals oder verbessert Zugang zu Strom bekommen.

Die KfW beteiligt sich zusammen mit einer namibischen NGO daran, informelle Siedlungen im Norden des Landes an das Strom- und Wassernetz sowie die Kanalisation anzuschließen.

In Namibia bieten die natürlichen Ressourcen und die biologische Vielfalt ein erhebliches Potenzial für die sozioökonomische Entwicklung des Landes. Deutschland unterstützt das namibische Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus dabei, die Nationalparks zu beliebten Reisezielen zu machen. Es geht darum, die Infrastruktur in den Parks auszubauen, das Parkmanagement zu verbessern und für faire Joint-Venture-Vereinbarungen zwischen lokalen Gemeinden und Tourismusunternehmen zu sorgen.

Aufgrund der gemeinsamen sensiblen Geschichte nimmt Namibia in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit eine besondere Stellung ein. Deutschland begleitet das Land auf dem Weg zu Fortschritten, die allen Einwohnern des Landes zugutekommen.

Projektinformation - Biodiversität

Kontakt vor Ort

KfW Office Windhoek

Direktor KfW-Büro: Barbara Pirich
Schwerinsburg St. 7
P.O. Box 21223
Windhoek
Namibia

+264 61 411400
Fax: +264 61 22 39 56

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