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Gegen die Corona-Pandemie in Ostafrika kämpfen

KfW finanziert Schutzkleidung und Test-Kits in Kenia, Tansania und Uganda

Corona-Patient auf der Intensivstation
Corona-Patient auf der Intensivstation des Aga Khan University Hospital in Nairobi

Die COVID-19-Pandemie stellt die meisten afrikanischen Staaten vor große Herausforderungen. Ihre Gesundheitssysteme sind für solche Notlagen in der Regel nicht gut genug gerüstet. Um Abhilfe zu schaffen, weil die Pandemie gerade in ärmeren Ländern neben dem menschlichen Leid auch gravierende wirtschaftliche Folgen mit sich bringt, unterstützt die KfW Entwicklungsbank Länder in Ostafrika bei der Beschaffung von medizinischer Ausstattung, Schutzkleidung, Masken, Test-Kits und Verbrauchsmaterialien. Auch Beatmungsgeräte gehören zu den Anschaffungen.

All dies kam und kommt öffentlichen Gesundheitseinrichtungen in allen drei Ländern sowie Aga Khan Krankenhäusern in Kenia und Tansania zugute. Unter anderem wurden bereits rd. 50.000 Test-Kits an öffentliche Gesundheitseinrichtungen in Kenia und Uganda übergeben.

Außerdem unterstützt die KfW das Aga Khan Universitätsklinikum in Nairobi in seiner Funktion als Corona- und Impfzentrum sowie als Ausbildungszentrum. Mittlerweile haben dort fast 50.000 Menschen eine Impfung erhalten; die Zahl der Betten für Corona-Patienten hat sich deutlich erhöht. Auch wurden Isolationsstationen geschaffen und Personal geschult.

Gesundheitssysteme stärken

Schließlich werden die Behandlungskosten von bedürftigen Personen über einen sogenannten Patient Welfare Fund übernommen. Das geschieht anhand eines festgelegten Kriterienkatalogs sowie eines formalisierten Prüfprozesses: Rund 120 Personen haben hier schon Geld für Arzt- oder Krankenhauskosten bekommen.

Die Zusammenarbeit erfolgt über die Aga Khan University und hat insgesamt den Zweck, die unzureichenden Kapazitäten der Gesundheitssysteme in allen drei Ländern besser für die Eindämmung der Corona-Pandemie zu rüsten. Die KfW fördert das Vorhaben im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit 6 Mio. EUR.

Es fügt sich an die wiederholt vorgebrachte Aussage von WHO-General-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus an, ärmere Länder im Kampf gegen das Virus nicht zu vergessen. In Afrika sind – Stand März 2022 – weniger als 13 % der Bevölkerung vollständig geimpft, in Deutschland sind es knapp 59 %. Zusammen mit seinen Partnern arbeitet die KfW daran, diese Quote in Afrika zu erhöhen und die Reaktionsmöglichkeiten auf die Corona-Pandemie insgesamt zu verbessern.