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Madagaskar

Einzigartige Naturräume und eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt

Naturparadies unter Druck

Karte von Madagaskar

Madagaskar hat den Ruf eines Naturparadieses. Hier leben viele Tier- und Pflanzenarten, die es sonst nirgendwo gibt. Damit besitzt diese viertgrößte Insel der Welt ein hohes Potential für den Tourismus. Auch ist das Land reich an Rohstoffen wie Nickel, Mangan, Kupfer und Gold. Außerdem stammen 80 % der weltweit konsumierten Vanille aus Madagaskar. Politisch konnte sich das Land stabilisieren. Nach einer fünfjährigen Krise trat 2014 eine demokratisch gewählte Regierung an. Obwohl der Staat zentralistisch aufgebaut ist, konnten die über 1.500 Kommunen auch während der Krise ihre demokratische Legitimität bewahren.

Infolge der politischen Stabilisierung erholte sich die Wirtschaft zunächst langsam, doch machten die jüngsten Krisen, insbesondere die COVID 19-Pandemie, die Fortschritte wieder zunichte. Daher leben noch immer drei von vier Menschen auf Madagaskar unter der Armutsgrenze. Über die Hälfte der rund 25. Mio. Einwohner leiden Hunger. Es ist wichtig, die Lebensbedingungen schnell zu verbessern, damit die politische Stabilität anhält. Der Klimawandel zeigt sich in einer langanhaltenden Dürre im Süden des Landes, die viele Menschen zur Flucht in den Norden treibt. Angesichts der Armut ist der Druck auf die natürlichen Ressourcen hoch und nimmt weiter zu. Weite Teile der ursprünglichen Regenwälder des Landes fielen Rodungen zum Opfer. Seltene Tierarten wie Lemuren oder Schildkröten sind durch Wilderei gefährdet. Viele der landwirtschaftlich genutzten Böden sind degradiert und von Erosion bedroht.

Die KfW unterstützt Madagaskar im Auftrag der Bundesregierung bei mehreren Themenfeldern:

  • Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt
  • Klima und Energie, Just Transition
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung
  • Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen

In der politischen Krise haben sich die Kommunen als stabile Institutionen bewiesen. Um die von der Regierung angestoßene Dezentralisierung zu unterstützen, finanziert die KfW im Auftrag der Bundesregierung den Ausbau von Pisten und Schulen sowie den Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen.

Noch nicht einmal ein Fünftel der Bevölkerung besitzt einen Stromanschluss. Die KfW fördert eine Versorgung von ländlichen Regionen mit erneuerbaren Energien, für die auf der Insel ein großes Potential besteht.

Sie stellt außerdem der Accès Banque Madagaskar Finanzmittel zur Verfügung, damit diese ihr Portfolio ausbauen und eine Digitalisierung vorantreiben kann. Damit ermöglicht sie der Bank, zinsgünstige Darlehen an kleinste, kleine und mittlere Unternehmen zu vergeben.

Den dramatischen Verlust des Regenwalds und der - überwiegend sehr seltenen - Tierarten können bisher auch die 123 Schutzgebiete des Landes nicht aufhalten. Das soll anders werden. Die KfW rüstet die Organisation, die für viele der Parks zuständig ist, mit Mitteln, Wissen und Infrastruktur aus. Die KfW fördert ferner die Aufforstung mit Nutzholz und biologische Maßnahmen zum Schutz vor Erosion. Insbesondere durch den ganzheitlichen Landschaftsansatz verfolgt das Vorhaben aber auch den Schutz der Umwelt und Biodiversität als wichtige Ziele und trägt so signifikant zur Umsetzung der Biodiversitätskonvention bei. Das Engagement der KfW leistet einen bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und Sicherung der natürlichen Ressourcen Madagaskars, damit das Naturparadies erhalten bleibt.

Projektinformation – Biodiversität

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