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Mongolei

Ressourcenreichtum bietet Potenziale für nachhaltiges Wachstum

Karte von Mongolei

Deutschland und die Mongolei verbinden langjährige und vielfältige Beziehungen. Es heißt, 30.000 Mongolen sprechen Deutsch, also etwa 1 % der Gesamtbevölkerung. Nachdem die DDR bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion ein geschätztes Partnerland der Mongolei war, übernahm das vereinte Deutschland seit Anfang der 1990er Jahre diese Rolle. Seit 1992 ist die KfW im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in der Mongolei tätig.

Eine enge Zusammenarbeit besteht in den folgenden Bereichen:

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
  • Energieeffizienz
  • Biodiversität

Dank des Reichtums an Rohstoffen (v.a. Kohle, Kupfer und Gold) ist der Bergbau für das Land sehr bedeutend. Der industrielle Sektor trägt mit etwa 42 % zum BIP bei, der Großteil davon ist dem Bergbau zuzurechnen. Um diesen Ressourcenreichtum nachhaltig und breitenwirksam zu nutzen, werden gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Die KfW unterstützt daher im Auftrag des BMZ den Ausbau der seit 2013 existierenden „Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie“ (DMHT). Die DMHT leistet einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung und Qualifizierung von Fachkräften u.a. für die Rohstoffwirtschaft und trägt damit positiv zu Beschäftigung und nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung bei.

Sehr lange und kalte Winter prägen das Klima in der Mongolei. Die Strom- und Wärmeversorgung beruht zu größtenteils auf thermischen (Heiz-) Kraftwerken sowjetischer Bauart. Diese Kraftwerke haben eine geringe Betriebseffizienz und sind wie weite Teile des Übertragungs- und Verteilnetzes veraltet und störanfällig. Das gefährdet bereits heute die Versorgungssicherheit und führt zu teilweise extremer Luftverschmutzung und hohen Treibhausgasemissionen. Hier setzen die von der KfW im Auftrag des BMZ im Bereich Energieeffizienz finanzierten Vorhaben an: Das Engagement der FZ trägt zur Energiesicherheit bei und leistet einen Beitrag für die sozioökonomische Entwicklung des Landes wie auch für den Klimaschutz.

Die Mongolei stellt ein einzigartiges Refugium für Tier- und Pflanzenarten in der Region dar. Der Druck auf die Ökosysteme hat in den vergangenen Jahren jedoch erheblich zugenommen. Das Land wird zumeist intensiv, aber nicht nachhaltig genutzt. Dazu tragen maßgeblich die Viehwirtschaft sowie die großen Kohle- und Kupferbergwerke im Süden des Landes bei. Hinzu kommen die Folgen des Klimawandels. Deshalb drohen nach Angaben der Vereinten Nationen bis zu 70 % der Landesfläche zu verwüsten. In den letzten Jahren haben umweltpolitische Reformen der Regierungen die Voraussetzungen für den Biodiversitätsschutz allerdings verbessert. Fast 30 % der Landesfläche wurde als Schutzgebiet deklariert. Damit beweist die Mongolei ihr Engagement für den Naturschutz und ihre Bereitschaft zur Umsetzung der UN-Konvention zur Bewahrung der ökologischen Vielfalt. Die KfW unterstützt die Mongolei daher im Auftrag des BMZ dabei das Management von Schutzgebieten und damit die Umsetzung der genannten UN-Konvention umzusetzen.

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