Tipp: Aktivieren Sie Javascript, damit Sie alle Funktionen unserer Website nutzen können.

Development Finance Forum 2017

Das "Development Finance Forum" ist die wichtigste Fachveranstaltung der KfW Entwicklungsbank jedes Jahr und wendet sich jeweils einem aktuellen Thema der Entwicklungszusammenarbeit zu: Dieses Mal ging es um die Zukunft der Weltmeere. Die Veranstaltung fand am 21. und 22. November bei der KfW in Frankfurt statt. Sie war als Folgeveranstaltung und Fortführung der ersten UN-Konferenz über die Meere im Juni in New York und der Klimakonferenz im November in Bonn zu verstehen. Das diesjährige Development Finance Forum trug den Titel "Oceans 21 – Lösungen für eine nachhaltige Zukunft der Meere". Fast 150 Experten aus der ganzen Welt diskutierten darüber, wie sich der Meeresschutz schnell verbessern lässt und wo gegebenenfalls noch Hindernisse liegen. Zu den Schwerpunkten der Konferenz zählten neben dem Meeresschutz auch die Meeresökonomie und der Meeresmüll.

Film zum Finance Forum

Eine kurze Zusammenfassung der internationalen Konferenz zur Zukunft der Meere.

Zum Film

News zu den Ergebnissen des Forums

Die Meere als nächste "ökologische Frontier"

Weiterlesen

Mehr tun fürs Meer

Gastbeitrag des Vorstandsmitgliedes Joachim Nagel in der Frankfurter Rundschau zum Meeresschutz.

Mehr erfahren

  • Portrait Inger Andersen

    Interview

    Die IUCN-Chefin Inger Andersen empfiehlt, 50 % der Meere unter Schutz zu stellen.

    Weiterlesen
  • Plastikmüll im Meer

    Analyse

    Plastikmüll gefährdet die Ozeane; Tiere verwechseln Müll mit Nahrung.

    Weiterlesen
  • Portrait

    Erfahrungsbericht

    Gar nicht so einfach auf Plastik zu verzichten – ein Selbstversuch.

    Weiterlesen
  • Radfahrer mit Schirm bei Regen

    Veranstaltung

    Erfahren Sie mehr über das Development Finance Forum 2016 zum Thema Versicherungen.

    Weiterlesen
Joanne Ruxton

"Küsten und Ozeane kamen beim Umweltschutz schon immer zu kurz, und doch sind Milliarden Menschen zur Sicherung ihrer Ernährung, bei Transport, Handel, Tourismus und Freizeitgestaltung darauf angewiesen. Wir müssen jetzt dringend handeln. Und es braucht koordinierte Maßnahmen nicht nur von Seiten der Regierungen. Auch Unternehmen und Privatpersonen müssen mitarbeiten, um die Meere zu retten, wenn wir unsere Zukunft auch für kommende Generationen wirklich nachhaltig sichern wollen."

Joanna Ruxton ist Mitbegründerin der Plastic Ocean Foundation

Markus Knigge

"Wir alle brauchen die Ozeane - für unsere Wasserversorgung, unsere Ernährung, unser Klima und die Reinheit unserer Luft. Doch nur ein sehr kleiner Teil der Ozeane steht unter Schutz. In der Politik gibt es nun neue Impulse, sich den enormen Herausforderungen zum Schutz der Meere zu stellen und gleichzeitig ein nachhaltiges Umfeld für Menschen zu schaffen, deren Lebensunterhalt vom Meer abhängt. Der Blue Action Fund will diese Bestrebungen fördern und unterstützen."

Markus Knigge ist Exekutiv-Direktor des Blue Action Fund

Oluyemisi Oloruntuyi

"Der Schutz der weltweiten Fischbestände gegen illegale, unregulierte und nicht gemeldete Fischerei (IUU-Fischerei) ist unabdingbar, wenn wir die Existenzgrundlagen und Nahrungsquellen vieler Menschen nachhaltig für die Zukunft sichern wollen. Wenn wir zusammenarbeiten, um die IUU-Fischerei einzudämmen, können sich viele überfischte Bestände wieder erholen, Lebensgrundlagen können sich regenerieren. Regierungen, Wirtschaft, Industrie, Fischergemeinden und die Öffentlichkeit müssen hier zusammenwirken."

Oluyemisi Oloruntuyi ist zuständig für Fischerei beim Marine Stewardship Council

Nina Jensen

"Die politisch Verantwortlichen in aller Welt müssen ein Rettungspaket für die Meere zusammenstellen. Die Meere sind die Grundlage aller Lebensprozesse auf diesem Planeten – und wir zerstören sie zusehends. Wir haben nicht viel Zeit, aber noch können wir das Schicksal des Blauen Planeten wenden. An Wissen und Know-how fehlt es nicht. Wir brauchen nur den Mut und den Willen zum Handeln."

Nina Jensen ist die Generaldirektorin des WWF Norwegen

Ilona Porsché

"Unsere Meere werden ausgebeutet und verschmutzt. Deshalb geht die Artenvielfalt zurück, Lebensräume werden zerstört. Das gefährdet die Existenzgrundlage vieler Menschen und das ökologischen Gleichgewicht. Wir müssen jetzt handeln, um die Ozeane, die Grundlage allen Lebens auf der Erde sind, zu erhalten. Allerdings stehen wir hier nicht mehr ganz am Anfang. Es gibt viele wirksame Ansätze für den Schutz und die nachhaltige Nutzung mariner Ressourcen. Darauf müssen wir aufbauen und positive Erfahrungen in der Breite umsetzen."

Ilona Porsché leitet bei der GIZ die Initiative Blue Solutions

Isabelle Viallon

"Die Weltmeere sind von grundlegender Bedeutung - für unsere Ernährung und unseren Lebensunterhalt, für die Artenvielfalt und die Bekämpfung des Klimawandels. Doch sie sind bedroht. Ein verändertes Bewusstsein, ein kollektiver Wandel im Verhalten und angemessene gesetzliche Regelungen sind nun die wichtigsten Herausforderungen. Dazu muss auf allen Ebenen gehandelt werden, global, regional und national. Aber auch lokal, da Menschen, deren Existenz vom Meer abhängig ist, gehört und voll einbezogen werden müssen."

Isabelle Viallon ist Politik-Referentin für Fischerei und Aquakultur