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Bänke, Tische, Fenster, Böden

Welchen Unterschied ein angemessenes Lernumfeld machen kann: Eine Grundschullehrerin aus Mosambik erzählt.

Die Grundschullehrerin Felizarda Zaqueu aus Mosambik steht gestikulierend vor ihren Schülern im Klassenraum.
Professora Felizarda Zaqueu beim Unterricht, der für die Kinder mittlerweile in einem lernfreundlichen Umfeld stattfindet.

Früher saßen die Kinder auf dem Boden. Sie hatten keine Schulbänke, keine Stühle und es gab auch keinen Strom. Das war unbequem, besonders für die Mädchen, von denen manche immer noch eine Capulana, eine traditionelle Tracht, tragen. „Sich damit auf den Boden zu setzen, fiel ihnen schwer“, erinnert sich die Grundschullehrerin Felizarda Zaqueu.

Überhaupt fand sie es mühsam, unter solchen Umständen ein kreatives Umfeld zu schaffen. „Ich konnte kein angenehmes Lernklima herstellen“, beschreibt die 55 Jahre alte Lehrerin die frühere Situation. Zumal die Schule auch noch in einer Art Sumpfgebiet gebaut war, so dass bei Regen alle Kinder dreckige und nasse Füße bekamen. Wasser und Feuchtigkeit waren nicht nur unangenehm, sondern stellten auch eine ernste Gesundheitsgefahr dar.

Das ist zum Glück Vergangenheit. Heute sitzen die Schülerinnen und Schüler im Trockenen: in renovierten Räumen, an robusten Bänken, auf soliden Steinböden. Und: Felizarda Zaqueu steht auch didaktisches Material, Bücher und Tafeln zur Verfügung. „Jetzt können sich die Schüler aufs Lernen konzentrieren“, sagt die Lehrerin.

Grundschule in Maputo: drei Lehrerinnen versammeln die Schüler auf dem Sportplatz der Schule, im Hintergrund befindet sich das Schulgebäude.
Die Escola Undidade 30 befindet sich in Maputo, der Hauptstadt Mosambiks.

Sie unterrichtet an der Escola Unidade 30 in der Hauptstadt Maputo, einer Grundschule, die in den letzten Jahren auch mit Unterstützung aus Deutschland renoviert worden ist. Die Arbeiten waren Teil eines größeren Programms, mit dem in Mosambik 1.000 Klassenräume im Jahr gebaut oder modernisiert werden sollen. Denn das Land hat sich das Ziel gesetzt, die Einschulungsrate gemäß den Nachhaltigkeits-Entwicklungszielen (SDGs) zu erhöhen und die Qualität des Unterrichts spürbar zu verbessern.

Erste Erfolge haben sich bereits eingestellt: Inzwischen besuchen knapp 85 % aller sechsjährigen Kinder eine Schule. Die KfW finanziert im Auftrag der Bundesregierung Baumaßnahmen im Bildungssektor zusammen mit einer Reihe anderer Geber, um den großen Mangel an angemessen ausgestatteten Klassenzimmern zu beheben.

In der Escola Unidade 30 freuen sich Lehrer und Schüler über eine gut ausgestattete und renovierte Schule. Professora Felizarda Zaqueu unterrichtet seit 23 Jahren dort. Keinesfalls möchte sie zurück in ihre alte Bildungswelt. „Alles ist einfacher heute“, sagt die Mutter von drei Kindern. „Jetzt haben wir alles, was wir brauchen, um die Entwicklung der Kinder zu fördern. Darüber bin ich sehr glücklich.“