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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen

Schnelle Hilfe in der Pandemie

Die Corona-Pandemie zeigt die enge Verflechtung der Staaten, des Verkehrs und der Wirtschaft auf globaler Ebene. Weltweit sind die Menschen von der Krise betroffen. Während selbst in den Industriestaaten die Gesundheitssysteme an ihre Grenzen geraten und die Wirtschaft stockt, kämpfen die Entwicklungsländer mit weitaus schlimmeren ökonomischen und humanitären Folgen. Dabei sind ohne Gesundheit keine nachhaltige Entwicklung und kein wirtschaftlicher Fortschritt möglich, wie die Vereinten Nationen mit ihrem Sustainable Development Goal 3 formulieren: „Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters zu gewährleisten und ihr Wohlergehen zu fördern.“

Dieser gewaltigen Aufgabe stellt sich die KfW Entwicklungsbank auch heute. Sie unterstützt das Corona-Sofortprogramm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Mit rd. 4 Mrd. EUR Zusagen trug sie 2020 dazu bei, den Partnerländern bei der Bekämpfung der Pandemie zu helfen und die Gesundheitssektoren weiter zu unterstützen. Es geht darum, Labor- und Testkapazitäten zu schaffen und zu erweitern, Krankenhäuser für die Pandemiebekämpfung auszustatten, Schutz des Gesundheitspersonals zu ermöglichen aber auch längerfristig Krisenüberwachungssysteme aufzubauen. In einigen Fällen werden für die kurzfristige Entlastung komplette Notfall-Krankenhäuser errichtet. Der Bevölkerung werden Hygiene- und Schutzkits zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig unterstützt die KfW kleine und mittlere Unternehmen und finanziert Programme zur sozio-ökonomischen Stabilisierung der Entwicklungsländer sowie zum Ausbau der Sozialsysteme.

Zwar stellt das Corona-Virus die Welt auch ein Jahr nach seinem globalen Erscheinen noch vor große gesundheitliche Herausforderungen, doch sind deshalb die anderen medizinischen Probleme gerade in Entwicklungsländern nicht verschwunden: Es gibt zwar Fortschritte bei der Mütter- und Kindersterblichkeit, aber immer noch verlieren jedes Jahr rund 300.000 Frauen im Kontext von Schwangerschaft und Geburt ihr Leben. Täglich sterben fast 18.000 Menschen an Armutskrankheiten wie Aids, Malaria und Tuberkulose. Hinzu kommt, dass viele Gesundheitssysteme mit einer Doppelbelastung konfrontiert sind, und zwar einerseits durch übertragbare Krankheiten und andererseits durch chronische Erkrankungen, die auch in Entwicklungsländern auf dem Vormarsch sind. Die indirekten Folgen von COVID-19 sind dramatisch: Die Armut weltweit hat bereits zugenommen, was zu erhöhter Sterblichkeit, Unterernährung und generell stärkerer Verletzlichkeit führt. Da viele Labore mit COVID-19-Tests ausgelastet sind, werden andere Krankheiten wie Tuberkulose nicht oder zu spät diagnostiziert.

Die Pandemie führt uns vor Augen, wie eng die Gesundheit der Menschen in den Industrie- und Entwicklungsländern miteinander verknüpft ist. Sie zeigt aber auch einen noch größeren Zusammenhang: Der Gesundheitssektor ist eng mit den anderen gesellschaftlichen Sektoren verbunden. Darüber hinaus wird in der aktuellen Krise ersichtlich, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt eine Einheit bildet – mit einem ganz wesentlichen Einfluss auf das Ziel nachhaltiger Entwicklung. Das Konzept „One Health“, welches auch die KfW berücksichtigt, hat auf der politischen Agenda an Bedeutung gewonnen.

Im Jahr 2020 hat die KfW– überwiegend im Auftrag des BMZ – Projekte im Umfang von knapp 1,5 Mrd. EUR zugesagt, die einen Beitrag zur Gesundheit der Menschen in den Partnerländern leisten. 10 Millionen Menschen werden erstmalig oder verbesserte Gesundheitsdienstleistungen erhalten. Die aktuelle Pandemie verlangt, diese Anstrengungen zu verstärken und zu fokussieren, daher unterstützt die KfW auch 2021 das Corona-Sofortprogramm des BMZ. 118 Projekte in 42 Ländern und 22 (über-)regionale Ansätze tragen bereits zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bei. Aber auch wenn das Corona-Virus besiegt sein wird, bleiben die Herausforderungen auf dem Weg zur Erreichung von SDG 3 groß.

Die Corona-Hilfe in der FZ

Dossier „1 Jahr Corona-Hilfe“

Materialie – „One Health“: Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt bildet eine Einheit – und beeinflusst nachhaltige Entwicklung.  (PDF, 636 KB, nicht barrierefrei)

Materialie – Digitale Innovationen: Katalysator zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Globalen Süden  (PDF, 743 KB, nicht barrierefrei)

SDG 3 auf der Webseite des BMZ

„Pandemien lassen sich nicht national bewältigen“

Interview mit der Leiterin des Zentrums für Internationalen Gesundheitsschutz am Robert Koch-Institut über Lehren aus der Corona-Krise und warum sich Sparen im Gesundheitssektor auf Dauer nicht auszahlt.

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Global für Gesundheit sorgen

(KfW Bankengruppe/nutcracker)

Video abspielen (2:23 Min.)

Der Beitrag der KfW zu SDG 3

Gesundheit

Der Einsatz der KfW für die Gesundheit

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COVID-19-Hilfe

KfW unterstützt Gesundheitszentren im Osten der Ukraine

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Digitale Innovation: OSCAR

Eine digitale Plattform ermöglicht Entscheidungen zu COVID-19

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