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SDG 2 – Kein Hunger

Ausreichende Ernährung sichern – weltweit

Das Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht. Dennoch stellt Hunger noch immer eine Realität in vielen Ländern dar, vor allem südlich der Sahara und in Südasien. Während die Zahl der Hungernden nach Angaben der UN-Welternährungsorganisation FAO von 1990 bis 2015 um 216 Millionen zurückgegangen ist, nahm sie in den folgenden Jahren wieder zu. Laut FAO sind derzeit bis zu 811 Millionen Menschen chronisch unterernährt, d. h. sie nehmen weniger Kalorien zu sich, als sie für ein gesundes und produktives Leben benötigen. Hinzu kommen rund zwei Milliarden Menschen, die am sog. „hidden hunger“, dem Mangel an Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralien, leiden. Insbesondere bei Kindern führt der Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen oftmals zu Entwicklungsstörungen und -verzögerungen. Schätzungen zufolge ist Unterernährung für 45 % der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren verantwortlich. Auch unter akutem Hunger (Unterernährung über einen vorübergehenden Zeitraum), – meist verursacht durch gewaltsame Konflikte, Dürren oder Naturkatastrophen – leiden weltweit 155 Millionen Menschen (Quelle: World Food Programme). Zusätzlich zu Unterernährung und Mikronährstoffdefiziten nehmen andere Formen der Fehlernährung wie Übergewicht zu, welche ein gesundes Leben beeinträchtigen.

Obwohl der Hauptteil der Lebensmittelproduktion in den ländlichen Gebieten stattfindet, leben dort die meisten Hungernden. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern besitzen häufig zu wenig Land und ihre Produktivität ist u. a. durch fehlenden Zugang zu Betriebsmitteln zu gering, um sich und ihre Familien ausreichend zu ernähren. Zusätzlich behindert fehlender Marktzugang einerseits die Möglichkeit, Nahrungsmittel auf lokalen Märkten zu kaufen, und verkleinert andererseits Absatzmöglichkeiten für Produzenten und Produzentinnen, was zu einem geringeren Einkommen führen kann. Armut und Hunger sind daher eng miteinander verknüpft, bilden gar einen Teufelskreis: Armut führt zu mangelnder und schlechter Ernährung, was die Gesundheit und Leistungsfähigkeit beeinträchtigt und damit die Armut wiederum verschärft.

Die Weltgemeinschaft hat sich das Ziel gesetzt, Hunger bis zum Jahr 2030 zu beenden und Ernährungssicherheit zu erreichen. Drei globale Entwicklungstrends gefährden den Kampf gegen den Hunger jedoch zunehmend: der Klimawandel, Konflikte und Flucht sowie die Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation in vielen Ländern, nicht zuletzt durch die COVID-19-Pandemie. Um das Ziel dennoch zu erreichen, sind also verstärkte Anstrengungen nötig.

Die KfW Entwicklungsbank engagiert sich in den Bereichen Ernährungssicherung, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung mit zahlreichen Projekten weltweit. Der Fokus des Engagements liegt hier auf Subsahara-Afrika. Dazu zählen die Erhöhung der Nahrungsmittelproduktion, eine Steigerung des Einkommens aus der Landwirtschaft sowie Investitionen in Infrastruktur, um Nachernteverluste zu verringern und die Marktanbindung zu stärken. Zusätzlich zu diesen strukturbildenden Projekten bekämpft die KfW durch Vorhaben der Nahrungsmittelhilfe, der grundlegenden Ernährung oder der multisektoralen Hilfe Hunger und Mangelernährung besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen. Dazu gehören Frauen und Kinder sowie Menschen in Krisen- und Konfliktsituationen.

Nachhaltige Landwirtschaft spielt eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung, ist jedoch auch für die Erreichung weiterer SDGs von Bedeutung, etwa für die Armutsreduzierung, den Erhalt der Biodiversität und den Klimaschutz. Die KfW Entwicklungsbank engagiert sich seit Langem für eine Welt ohne Hunger. 2020 lagen die Neuzusagen, die zur Erreichung des SDG 2 beitragen, bei knapp 480 Mio. EUR. Die damit finanzierten Vorhaben tragen zu weniger Hunger und Mangelernährung für mehr als 4,6 Millionen Menschen sowie zu einer verbesserten Landwirtschaft für über 1,6 Millionen Menschen bei.

Themen aktuell „Ländliche Entwicklung“  (PDF, 192 KB, nicht barrierefrei)

Materialie „One Health“  (PDF, 636 KB, nicht barrierefrei)

SDG 2 auf der Webseite des BMZ

„Wir entfernen uns gerade wieder von SDG 2“

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Der Beitrag der KfW zu SDG 2

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