Tipp: Aktivieren Sie Javascript, damit Sie alle Funktionen unserer Website nutzen können.

SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Frieden fördern für nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 ist nur dort möglich, wo Frieden herrscht. Umgekehrt gilt als wirksamstes Mittel gegen Krieg und Gewalt eine inklusive und nachhaltige Entwicklung. Menschen müssen frei von Angst und jeder Form der Gewalt sein können. Und sie müssen Schutz durch ein stabiles Rechtssystem erhalten. Erst dann ist ihr Leben menschenwürdig und erst dann können sie ihr volles Potenzial entfalten und Entwicklung vorantreiben.

Die Realität sieht allerdings in vielen Gegenden anders aus. Derzeit erleben wir einen beispiellosen Anstieg von Konflikten und humanitären Krisen. Im Jahr 2018 zählte die Welt 52 aktive, kriegerische Konflikte in 36 Ländern – 20 mehr als noch im Jahr 2012. Entsprechend stieg auch die Zahl der Länder, deren Staatlichkeit versagte: Sie gelten als fragil. Nach Angaben der OECD gab es letzthin mehr fragile Staaten als zu irgendeinem Zeitpunkt der vergangenen 30 Jahre. Ändert sich am derzeitigen Trend nichts, werden der OECD zufolge im Jahr 2030 rund 80 % der Ärmsten dieser Welt in fragilen Umständen leben – mit gravierenden Folgen für sie persönlich, aber auch das internationale System als Ganzes.

Zugleich, und zum Teil als Folge davon, stieg die Zahl der Geflüchteten auf ein neues Rekordhoch: Nach Angaben des UNHCR waren zuletzt fast 80 Millionen Menschen auf der Flucht, knapp 9 Millionen mehr als ein Jahr zuvor und fast doppelt so viele wie vor 10 Jahren. Zu keiner Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg registrierte der UNHCR mehr Menschen auf der Flucht als 2019. Erschwerend hinzu kommt nun noch die Corona-Krise, denn Geflüchtete sind dem Virus besonders schutzlos ausgeliefert, weil sich in Camps und engen Behausungen weder Abstands- noch Hygieneregeln gut einhalten lassen. Ihre Lage wird dadurch noch schwieriger.

Gerade weil sich die Situation in den letzten Jahren weltweit insgesamt verschlechtert hat, ist es umso wichtiger, der gewaltsamen Eskalation von Konflikten vorzubeugen, ihre strukturellen Ursachen zu bearbeiten und ihre Auswirkungen zu reduzieren, gute Regierungsstrukturen und legitime rechtsstaatliche Institutionen zu etablieren. Für all das setzt sich die KfW Entwicklungsbank auf unterschiedliche Weise ein.

Weil die Zahl von Krisen und Konflikten in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, setzt die KfW immer mehr Vorhaben im fragilen Kontext um. Mittlerweile macht ihr Volumen mehr als ein Drittel des laufenden KfW-Portfolios aus. Im Jahr 2019 betrugen die Zusagen 2,3 Mrd. EUR. Zugleich erreichte die KfW mit ihren Vorhaben mehr als 6,2 Millionen Geflüchtete, Binnenvertriebene und Einwohner aufnehmender Gemeinden – und hat so dazu beigetragen, große Not zu lindern und andererseits konkrete Zukunftsperspektiven zu schaffen.

SDG 16 auf der Webseite des BMZ

„Die Menschen müssen gehört werden“

Stephan Opitz, KfW-Bereichsleiter, zum SDG 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“

Weiterlesen

Perspektiven für Libanons Jugend

Video anzeigen

Weiterlesen

Der Beitrag der KfW zu SDG 16

Frieden, Flucht und Fragilität

Mehr lesen

Governance

Gesellschaften gerechter, friedlicher und inklusiver gestalten

Weiterlesen

KfW Stories

Bildung für eine friedliche Zukunft in Afghanistan

Weiterlesen