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SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Frieden fördern für nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 ist nur dort möglich, wo Frieden herrscht. Umgekehrt gilt als wirksamstes Mittel gegen Krieg und Gewalt eine inklusive und nachhaltige Entwicklung. Menschen müssen frei von Angst und jeder Form der Gewalt sein können. Und sie müssen Schutz durch ein stabiles Rechtssystem erhalten. Erst dann ist ihr Leben menschenwürdig und erst dann können sie ihr volles Potenzial entfalten und Entwicklung vorantreiben.

Die Realität sieht allerdings in vielen Gegenden anders aus. In den vergangenen Jahren erlebte die Welt eine drastische Zunahme gewaltsamer Unruhen – ob in Form von Protesten in Hongkong und Chile, geopolitischer Konkurrenz in Syrien und dem Libanon, Aufständen in Somalia und Afghanistan, oder einem Drogenkrieg in Mexiko. Entsprechend stieg auch die Zahl der Länder, deren Staatlichkeit versagte: Sie gelten als fragil. Nach Angaben der OECD gab es letzthin mehr fragile Staaten als zu irgendeinem Zeitpunkt der vergangenen 30 Jahre. Ändert sich am derzeitigen Trend nichts, werden der OECD zufolge im Jahr 2030 rund 80 % der Ärmsten dieser Welt in fragilen Umständen leben – mit gravierenden Folgen für sie persönlich, aber auch das internationale System als Ganzes.

Zugleich, und zum Teil als Folge davon, stieg die Zahl der Geflüchteten auf ein neues Rekordhoch: Nach Angaben des UNHCR waren im Jahr 2020 über 82 Millionen Menschen auf der Flucht, etwa doppelt so viele wie vor 10 Jahren. Zu keiner Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg registrierte der UNHCR mehr Menschen auf der Flucht als 2020. Erschwerend hinzu kommt nun noch die Corona-Krise, denn Geflüchtete sind dem Virus besonders schutzlos ausgeliefert, weil sich in Camps und engen Behausungen weder Abstands- noch Hygieneregeln gut einhalten lassen. Ihre Lage wird dadurch noch schwieriger.

Gerade weil sich die Situation in den letzten Jahren weltweit insgesamt verschlechtert hat, ist es umso wichtiger, der gewaltsamen Eskalation von Konflikten vorzubeugen, ihre strukturellen Ursachen zu bearbeiten und ihre Auswirkungen zu reduzieren, gute Regierungsstrukturen und legitime rechtsstaatliche Institutionen zu etablieren. Für all das setzt sich die KfW Entwicklungsbank auf unterschiedliche Weise ein.

Da die Zahl von Krisen und Konflikten in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, setzt die KfW immer mehr Vorhaben im fragilen Kontext um – gut ein Fünftel der Gesamtzusagen entfiel 2020 darauf. Für Vorhaben mit Fluchtbezug wurden rund 1,52 Mrd. EUR zugesagt. 8,2 Millionen Geflüchtete, Binnenvertriebene, Rückkehrer und Bewohner aufnehmender Gemeinden werden unmittelbar davon profitieren. Mit über 6,8 Mrd. EUR Zusagen im Jahr 2020 zur Erreichung des SDG 16 trägt die KfW dazu bei, Not zu lindern und funktionierende Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklung zu schaffen.

SDG 16 auf der Webseite des BMZ

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