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SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz

Gegensteuern für eine nachhaltige Zukunft

Bei der Internationalen Klimakonferenz in Paris hat sich die Weltgemeinschaft darauf geeinigt, die Erderwärmung bis 2100 auf maximal zwei Grad gegenüber der vorindustrialisierten Zeit zu begrenzen. Dies ist nun fünf Jahre her – fünf Jahre, in denen bereits einige Fortschritte gemacht wurden, die jedoch noch nicht ausreichen, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen und eine Trendwende zu bewirken. Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem, während der Klimawandel unterdessen voranschreitet. Er gehört zu den größten Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht. Die kommende internationale Klimakonferenz in Glasgow ist aufgrund der Pandemie auf das Jahr 2021 verschoben worden. Das heißt nicht, dass die Staaten bis dahin untätig bleiben können.

Noch zeigen sich nur vergleichsweise geringe Auswirkungen des Klimawandels. Nimmt die Erderwärmung Fahrt auf, werden die Folgen dramatisch sein. Bereits jetzt spüren wir Veränderungen des Wettergeschehens überall auf der Welt: Dürren, Überschwemmungen, Hitzewellen. Unter diesen Wetterextremen leiden am stärksten die Entwicklungsländer, obwohl sie am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben. Deshalb muss die Weltgemeinschaft rasch und entschieden gegensteuern, und zwar in allen Lebensbereichen.

Im 13. Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen zu ergreifen. Die KfW unterstützt im Auftrag der Bundesregierung ihre Partnerländer weltweit bei der Umgestaltung ihrer Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme. Die KfW richtet ihre gesamten Förderaktivitäten auf die Pariser Klima-Agenda und die UN-Nachhaltigkeitsziele aus.

Die KfW Entwicklungsbank hat die Zusagen für klima- und umweltrelevante Vorhaben in den vergangenen Jahren weiter deutlich erhöht. 2019 erreichte dieser Anteil fast 60 % der gesamten Neuzusagen von 8,8 Mrd. EUR, nämlich 5,2 Mrd. EUR. Damit werden in den kommenden Jahren voraussichtlich mehr als 7,3 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent jährlich in den Partnerländern eingespart. Rund 104 Mio. Menschen werden mit den Zusagen aus 2019 bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels in direkter Weise unterstützt.

Für die KfW stehen Maßnahmen zu Klimaschutz, -anpassung und -resilienz trotz Corona weiterhin ganz oben auf der Agenda. Dennoch drohen sich 2020 die Prioritäten angesichts der Pandemie zu verschieben. Wenn diese jedoch größtenteils überwunden ist, sollte der Wiederaufbau weltweit auf eine klimafreundliche Weise geschehen. Wirtschafts- und Klimaziele dürfen nicht mehr im Widerspruch zueinanderstehen, beide müssen zu nachhaltiger Stabilität beitragen. Wachstum muss in Zukunft immer grünes Wachstum bedeuten: Alle Maßnahmen zum wirtschaftlichen Wiederaufbau sollten idealerweise Aspekte der Klimaneutralität, Resilienz und Nachhaltigkeit berücksichtigen. „Green Recovery“ kann Volkswirtschaften somit helfen, sich zukunftsfähig im Sinne des Pariser Klimaabkommens und der Agenda 2030 aufzustellen.

KfW-Klimabroschüre – Das Engagement der KfW Entwicklungsbank im Klimaschutz auf einen Blick  (PDF, 2 MB, barrierefrei)

SDG 13 auf der Webseite des BMZ

5 Jahre Pariser Klimaabkommen – Wo stehen wir?

Urheber: KfW Bankengruppe/Tuppeck-Gehlhar

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"Paris war der Wendepunkt"

Dr. Karsten Sach leitet seit mehr als zwanzig Jahren die deutsche Verhandlungsdelegation bei den internationalen Klimaverhandlungen. Fünf Jahre nach Verabschiedung des Pariser Abkommens zieht er Bilanz im Gespräch mit KfW Stories. Er erläutert, was seither erreicht wurde und warum sich der Wandel jetzt beschleunigen muss.

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