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SDG 12 – Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster

Die Nachhaltigkeitsagenda konsequent weiter verfolgen

Die Welt lebt auf viel zu großem Fuß: Der Abdruck, den die Menschheit durch ihren Ressourcenverbrauch hinterlässt, wird immer noch größer. Nach Angaben der Vereinten Nationen erhöhte sich allein zwischen 2010 und 2017 der Verbrauch an Ressourcen um fast ein Fünftel von rund 73 auf knapp 86 Milliarden Tonnen. Der Elektronikschrott hat sogar um 38 % zugenommen. Davon werden derzeit nur 20 % recycelt.

Man kann sich also leicht ausmalen, wie groß der Fußabdruck schon in wenigen Jahren sein wird, wenn wir nicht entschlossen umsteuern. Unsere Produktions- und Konsummuster sind nicht zukunftsfähig, schon gar nicht für eine Weltbevölkerung, die irgendwann neun oder zehn Milliarden Menschen zählen wird. Das stellte der „Club of Rome“ in seinem legendären Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ bereits 1972 fest. Die Staatengemeinschaft folgte dieser Erkenntnis, indem sie beim Erdgipfel von Rio 1992 das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung festschrieb und später sowohl in den Millenniumsentwicklungszielen (MDGs) als auch in den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) verankerte.

Klar ist aber auch, dass die Entwicklungsländer noch großen Nachholbedarf bei der Produktion und beim Verbrauch von Gütern haben. Die Zahl der Armen, Hungernden und „Energielosen“ ist weiterhin unverantwortbar hoch. Entsprechend kann die Lösung nicht allein darin liegen, den Konsum einfach zu drosseln, sondern es muss darum gehen, das gesamte Wirtschaftssystem auf Nachhaltigkeit, auf „Green Economies“ umzustellen. Damit alle Menschen Zugang zu dem haben, was sie für ein sicheres und selbstbestimmtes Leben brauchen, ohne dabei den Planeten überzustrapazieren.

Green Economy, Green Recovery

Die KfW setzt sich durch ihre Arbeit im Inland sowie in Entwicklungs- und Schwellenländern genau für diese Art der Transformation zu „Green Economies“ ein. Das geschieht auf vielfältige Weise: etwa, indem mit KfW-Geldern Lager- und Kühlhallen gebaut werden, damit schon produzierte Lebensmittel nicht verloren gehen, wie derzeit global betrachtet bei rund 14 % der Fall.

Oder durch effizientere Bewässerungsmethoden, zum Beispiel in Mali, durch Projekte zur nachhaltigen Fischereiwirtschaft in Mauretanien, durch höhere Energieeffizienz bei Häusern und Elektrogeräten, zum Beispiel in Mexiko, oder durch die Förderung nachhaltiger Produktionsmethoden in der Landwirtschaft in Lateinamerika und Afrika. Auch das Vermeiden von Abfall und der Einstieg in die Kreislaufwirtschaft zählen zu den Zielen der KfW und werden durch entsprechende Vorhaben gefördert.

Die Corona-Krise, die für die gesamte Welt eine immense Herausforderung darstellt, bietet nach Meinung der KfW eine gute Gelegenheit für ein „Green Recovery“, also für das sukzessive Umstellen der Produktions- und Konsummuster in Richtung Nachhaltigkeit. Auch daran beteiligt sich die KfW nach Kräften, denn die „Nachhaltigkeitsagenda ist alternativlos“, wie ihr Vorstandsvorsitzender Dr. Günther Bräunig immer wieder betont.

SDG 12 auf der Website des BMZ

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