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Ein grüner Stadtteil für Kigali

In Ruandas Hauptstadt entsteht ein modernes, nachhaltiges Quartier

Modell
Zukunftsweisend: Wohnen und Arbeiten in der Green City Kigali (Modell).

In Kigali wird ein Stadtteil zu einem zukunftsweisenden neuen Quartier umgebaut: Am Ende soll dort Wohnen und Arbeiten in einem lebendigen, bezahlbaren und grünen Areal möglich sein. Die „Green City Kigali“ ist als Modell der Nachhaltigkeit für andere Städte in Ruanda und darüber hinaus gedacht.

Der ostafrikanische Binnenstaat Ruanda zählt zu den am dichtesten besiedelten Ländern Afrikas. Besonders die Städte wachsen weiter – allen voran die Hauptstadt Kigali. Bezahlbarer Wohnraum ist knapp und kann den steigenden Bedarf nicht mehr bedienen. Auch mangelt es an urbaner Basisinfrastruktur. Außerdem zeigt der Klimawandel bereits deutliche Spuren: Immer häufiger kommt es in Ruanda zu Starkregen, Überschwemmungen und sogar Erdrutschen. Die negativen Folgen sind in den verdichteten städtischen Gebieten meist besonders gravierend.

Um zu zeigen, wie die Stadt der Zukunft aussehen könnte, lanciert Ruanda die „Green City Kigali“, zu der neben umweltgerechtem Wohnraum auch klimaangepasste Infrastruktur und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zählt. Sie entsteht auf dem Kinyina Hill im Distrikt Gasabo, einem rund 600 Hektar großen Areal im Herzen der Hauptstadt, mit bis zu 30.000 Wohneinheiten.

Wohnen und Gewerbe nebeneinander

Der ruandische Umwelt- und Klimafonds FONERWA entwickelt das Konzept für die Modellstadt mit Unterstützung der KfW. Zunächst sollen in einem Pilotprojekt auf 16 Hektar knapp 1.700 erschwingliche Wohnungen für 7.000 bis 8.000 Menschen gebaut werden, die sich mit Gewerbeeinheiten abwechseln. Später kommen weitere dazu.

Das Projekt begann 2018 mit einer Machbarkeitsstudie, an die sich ein Architektur-wettbewerb anschloss, der fast beendet ist. Danach folgt für 18 Monate lang die Detailplanung für die ersten 16 Hektar des Geländes sowie das Erstellen eines Masterplans für das gesamte Areal. Der Beginn der Bauarbeiten ist für das Jahr 2022 vorgesehen.

Das Vorhaben gilt als Blaupause für integrierte und klimafreundliche Stadtentwicklung. Die Bewohner von Kinyinya Hill sollen eines Tages die sozialen und ökonomischen Vorteile des urbanen Lebens genießen, dabei aber gleichzeitig nur einen kleinen ökologischen Fußabdruck produzieren.