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SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden

Urbane Gebiete als Labore der Zukunft

Die Welt wird zur Stadt – ein historisch einmaliger Vorgang. Niemals zuvor haben so viele Menschen in Städten gelebt wie heute. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung wohnt bereits in urbanen Zentren; bis 2050 werden es rund zwei Drittel sein. Noch Mitte des vergangenen Jahrhunderts war das Verhältnis zwischen Stadt- und Landbevölkerung genau umgekehrt.

Doch in den Städten weht nicht nur die sprichwörtlich freie Luft, sondern es gibt dort auch Abfall, Luftverschmutzung, Platzmangel, Verkehrsstaus und Armut. Hier treffen Probleme aufeinander und potenzieren sich. Trotzdem schreitet die Verstädterung unaufhaltsam voran. Selbst Afrika wird 2050 ein urbaner Kontinent sein. Dort wachsen die Städte derzeit sogar am schnellsten: Lagos in Nigeria zum Beispiel hatte in den sechziger Jahren rund 665.000 Einwohner, im Jahr 2000 waren es schon über acht Millionen, 2017 mehr als 20 und bis 2100 könnte sich die Zahl bei gleichbleibender Zunahme weiter vervielfältigen.

Die Entwicklung geschieht allerdings nicht ohne Grund. Die Menschen sind weniger auf selbstbestimmtes Leben aus, obwohl auch das eine Rolle spielen mag, sondern es ist vielmehr das wirtschaftliche Fortkommen, das sie in die Städte treibt. Sie suchen Arbeit und Auskommen; sie wollen sich wirtschaftlich entfalten und entwickeln. Städte sind seit jeher wichtige Handelsplätze, pulsierende Zentren und Stätten von Fortschritt und Innovation. Sie erbringen 80 % der globalen Wirtschaftsleistung. In Kinshasa zum Beispiel leben nur 13 % der Bevölkerung, die Stadt erwirtschaftet aber mehr als vier Fünftel des Bruttoinlandsprodukts.

Chaos und Chance liegen in Städten also nah beieinander. Das eine zu beherrschen und das andere zu nutzen, darin besteht die große Herausforderung. Zumal sich dort viele der großen Menschheitsprobleme bündeln. Schätzungen zufolge können 65 % der SDGs nur in den Städten erreicht werden. Der frühere UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte deshalb einmal, der Kampf um die Nachhaltigkeit müsse in den Städten gewonnen werden – oder gehe komplett verloren.

Die besondere Chance der Städte besteht in ihrer Verdichtung. Dort kann man auf wenig Raum viel erreichen und nachhaltige Entwicklung effektiv gestalten. Allerdings ist der Finanzbedarf enorm für die Anpassungen, die nötig sind, um umweltgerechte, sichere und inklusive Städte zu kreieren. Nach Angaben der UN sind zwischen 2015 und 2030 mehr als 65 Billionen US-Dollar nötig. Diese Summe ist aus öffentlichen Quellen allein nicht aufzubringen.

Aber die KfW Entwicklungsbank leistet einen Beitrag zu dieser großen Aufgabe. Sie fördert zum Beispiel Projekte zur nachhaltigen Mobilität in Indien, wo sie in der Stadt Nagpur neue Metrolinien oder im Bundesstaat Tamil Nadu die Anschaffung von 500 Elektrobussen finanziert. In Kigali entsteht ein neuer moderner Stadtteil, der Nachhaltigkeit mit dem Anspruch verbindet, erschwinglichen Wohnraum für weniger Begüterte zu schaffen. Aber auch Wasser, Bildung und Gesundheitszentren finanziert die KfW zum Beispiel in mittelgroßen Städten Burkina Fasos (Wasser), in diversen Städten Lateinamerikas (Bildung) oder in zahlreichen Städten Osteuropas und Zentralasiens (Gesundheit).

Und wegen seiner entscheidenden Rolle für das Erreichen der SDGs bleibt die KfW beim Thema Stadtentwicklung auch weiterhin stark engagiert.

Development Finance Forum 2018 zum Thema Nachhaltige Mobilität

E+Z-Beilage zum Thema Nachhaltige Mobilität  (PDF, 3 MB, nicht barrierefrei)

E+Z-Beilage zum Thema Stadtentwicklung  (PDF, 3 MB, nicht barrierefrei)

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