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Innovative Klimarisikoversicherung – der InsuResilience Solutions Fund

Obdachlose werden nach einer Überflutung mit Wasser versorgt
Nach einer Überflutung werden Menschen mit Wasser versorgt. Betroffenen von Extremwetterereignissen hilft der ISF mit Klimarisikoversicherungen.

Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern leiden besonders unter den Folgen des Klimawandels. Wenn Dürren oder Überschwemmungen auftreten, sind sie z.B. aufgrund von Ernteausfällen häufig in ihrer Existenz bedroht. Versicherungen bieten effektiven Schutz gegen Extremwetterereignisse – allerdings haben derzeit weniger als ein Prozent Zugang zu solchen Versicherungen. Die KfW beteiligt sich seit längerem an der Entwicklung und Gründung innovativer Versicherungsprodukte bzw. Fonds zur Unterstützung solcher Versicherungen. Einer davon ist der InsuResilience Solutions Fund (ISF).

Der ISF fördert die Entwicklung bedarfsorientierter Klimarisikoversicherungsprodukte in Entwicklungs- und Schwellenländern, um deren Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel zu verbessern. Der Fonds ist eines der zentralen Umsetzungsprogramme der InsuResilience Global Partnership, einer internationalen Initiative, die 2017 von der Bundesregierung mit Partnern der G20 und V20 gegründet wurde, um die negativen Folgen von Klimakatastrophen zu reduzieren und die Widerstandsfähigkeit armer und vulnerabler Bevölkerungsgruppen zu stärken. Er wurde von der KfW im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gegründet. Seit 2019 ist die Frankfurt School of Finance & Management mit der Umsetzung des Programms beauftragt; die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des BMZ über die KfW Entwicklungsbank.

Der InsuResilience Solutions Fund bietet umfassende Klimarisikoanalysen an, die Regierungen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft wichtige Daten und Informationen liefern, um bedarfsorientierte Klimaanpassungsstrategien zu entwickeln und ein proaktives Klimarisikomanagement aufzubauen. Aktuell werden in diesem Rahmen zwei Klimarisikoanalysen in Äthiopien und Honduras unter Anwendung der Methode der Economics of Climate Adaptation (ECA) durchgeführt.

In einer weiteren Komponente werden Studien sowie Beratungsleistungen für die Entwicklung neuer Konzepte von Klimarisikoversicherungsprodukten unter Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse armer und vulnerabler Bevölkerungsgruppen finanziert. So wurden in 2019 Machbarkeitsstudien in Kolumbien, der mesoamerikanischen Riffregion, Peru, Sri Lanka und Südafrika unterstützt.

Um die Umsetzung neuer Konzepte und Ansätze von Klimarisikoversicherungen in konkrete Versicherungsprodukte zu fördern, bietet der InsuResilience Solutions Fund zudem Ko-Finanzierung von Entwicklungskosten innovativer Klimarisikoversicherungsprodukte und deren Markteinführung an. 2019 hat der InsuResilience Solutions Fund bereits drei Calls for Proposals durchgeführt, die auf großes Interesse stießen. Bislang wurden im Rahmen der Wettbewerbsverfahren mehr als 60 Bewerbungen eingereicht.

Das Management des ISF und die KfW streben für 2020 an, zusätzliches Kapital der Privatwirtschaft im Rahmen der Ko-Finanzierung von Markteinführungs- und Entwicklungskosten zu mobilisieren, neue Partnerschaften zu unterstützen und zusätzliche Geber für den ISF zu gewinnen. Ziel ist es, die Fördermöglichkeiten für innovative Klimarisikoversicherungsansätze auszubauen und somit den Schutz derjenigen zu erhöhen, die am schwersten von Klima- und Naturkatastrophen betroffen sind.

Der ISF hilft Kleinbauern in Südafrika

InsuResilience Solutions Fund (IFS)