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SDG 1 – Keine Armut

Die Abschaffung von Armut ist möglich

Die Weltgemeinschaft hat sich mit SDG 1 vorgenommen, dass bis 2030 kein Mensch mehr in extremer Armut leben soll. Derzeit sind jedoch bis zu 750 Mio. Menschen von extremer Armut betroffen; sie haben weniger als 1,90 USD täglich zur Verfügung.

SDG 1 ist erreichbar, wenn alle Kräfte gebündelt werden. In den vergangenen 30 Jahren konnte sich 1 Mrd. Menschen aus extremer Armut befreien. Doch die jüngsten Entwicklungen gefährden die Zielerreichung. Krisen wie die COVID-19-Pandemie oder der Ukrainekrieg sowie steigende Inflation verschärfen bestehende Armut und machen einen Großteil der erreichten Fortschritte zunichte. Bereits jetzt steht fest: Erstmals seit 1998 steigt Armut wieder an. Allein 2020 sind Weltbank-Schätzungen zufolge 97 Mio. Menschen in Armut geraten.

Besonders betroffen sind Menschen in Subsahara-Afrika und Südasien. Die Gefahr, chronisch zu verarmen, sich also nicht mehr aus der Armut befreien zu können, ist für junge, wenig gebildete und auf dem Land lebende Menschen sowie für Frauen besonders groß. Der Klimawandel und gewaltsame Konflikte sind weitere Faktoren, die Armut verstärken.

Armut bemisst sich dabei nicht allein an der Einkommenssituation, an Hunger oder Obdachlosigkeit. Manche Menschen benötigen kaum Geld, bauen ihre eigenen Nahrungsmittel an, es fehlt ihnen jedoch der Zugang zu Bildung und Gesundheitseinrichtungen. Daher kann auch als arm bezeichnet werden, wer in seiner Selbstverwirklichung eingeschränkt wird, etwa weil Gewalt und Unterdrückung herrschen und die Menschenrechte nicht gewahrt werden. So vielfältig die Dimensionen von Armut sind, so unterschiedlich müssen auch die Ansätze zu ihrer Überwindung sein.

Daneben trifft Armut nicht alle gleich. Frauen sind häufiger von Armut betroffen als Männer, ebenso Kinder, Menschen mit Behinderungen, LSBTI-Personen und andere marginalisierte Bevölkerungsgruppen, etwa aufgrund ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit. Daher müssen Maßnahmen gegen Armut diese Gruppen besonders in den Blick nehmen.

Die KfW Entwicklungsbank richtet sich bei Auswahl und Gestaltung ihrer Vorhaben am Ziel der Armutsminderung aus. Sie berücksichtigt die verschiedenen Dimensionen von Armut und gestaltet ihre Vorhaben gemeinsam mit dem Partner so, dass diese einen Beitrag zur direkten oder zur strukturellen Armutsminderung leisten. Dazu gehören u. a. einkommensschaffende Maßnahmen, Sozialtransfers, Gutscheinsysteme, der Ausbau sozialer und wirtschaftlicher Infrastruktur, die Stärkung funktionierender Finanzsysteme und der Aufbau sozialer Sicherungssysteme.

Die KfW setzt sich aktiv dafür ein, extreme Armut in jeder Form und überall bis 2030 zu überwinden. Ausgehend von ihrer wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Erfahrung setzt sie dabei vor allem auf Hilfe zur Selbsthilfe für vulnerable Bevölkerungsgruppen. Sie stärkt die Eigenverantwortung der Partner und fördert den Aufbau von Kompetenzen zur Armutsminderung – unter strikter Beachtung der Menschenrechte.

Im Jahr 2021 trugen zahlreiche Vorhaben der KfW Entwicklungsbank zur Erreichung des SDG 1 bei. Mit über 1,8 Mrd. EUR wird dabei Armutsbekämpfung als Hauptziel gestärkt. Zusätzlich fördern diverse Vorhaben mit einem finanziellen Gesamtvolumen von mehr als 4,1 Mrd. EUR die Armutsreduzierung als wichtiges Nebenziel. Von Vorhaben der sozialen Sicherung werden voraussichtlich rund 117 Mio. Menschen profitieren.

„Die Krisen haben System“

Interview mit Dr. Jürgen Zattler, Abteilungsleiter im BMZ, über Armut und Entwicklungspolitik in Zeiten verschiedener, sich überlagernder Krisen.

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Nothilfe für die Ärmsten

Wie das Social Cash Transfer Programme in Malawi funktioniert und was es bewirkt (KfW Bankengruppe/Bauer/Dähne/Schuch).

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Der Beitrag der KfW zu SDG 1

  • Frau mit Früchten in der Hand

    ZENTRALAMERIKA

    Nachhaltige traditionelle Landwirtschaft fördern – Existenzen sichern

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  • Woman with child

    NAHOST

    Wohnraum und Bildung für Geflüchtete schaffen – Spannungen reduzieren

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  • Straße mit Häusern

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    Wegenetz ausbauen – wirtschaftliche und soziale Teilhabe ermöglichen

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  • Zeitungen

    Development Research

    Werden die Erfolge bei der globalen Armutsbekämpfung systematisch überschätzt?

    Weiterlesen (PDF, 92 KB, nicht barrierefrei)

Weiterführende Informationen

Portfolioanalyse Soziale Sicherung (PDF, 110 KB, nicht barrierefrei)

Development Research OnePager zu CfW-Maßnahmen in Flucht- und Krisenkontexten (PDF, 82 KB, nicht barrierefrei)

SDG 1 auf der Website des BMZ