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Operation Null Toleranz gegen illegalen Holz-einschlag in Amazonien

In Mato Grosso patrouillieren Inspektoren des staatlichen Umweltministeriums durch den Regenwald, um illegale Abholzung im Amazonasgebiet zu verhindern.

Mato Grosso ist einer der neun brasilianischen Bundesstaaten, die teilweise vom Amazonas-Regenwald bedeckt sind. Dieses Ökosystem beherbergt nicht nur 15 bis 20 Prozent der weltweiten Artenvielfalt, sondern ist aufgrund seiner Fähigkeit, Kohlenstoff zu speichern, auch von enormer Bedeutung für das globale Klima.

Um diesen einzigartigen Lebensraum zu schüt-zen, unterstützen Deutschland und Großbritannien Mato Grosso seit 2017 im Rahmen des REDD Early Movers (REM)-Programms von KfW und GIZ im Kampf gegen die Abholzung.

Das REM-Programm unterstützt die Regierung in Mato Grosso beim Kampf gegen illegale Abholzung; zum Beispiel im Rahmen der Initiative Tolerância Zero (Null Toleranz). Während der zehntägigen Kampagne im Februar und März 2021 arbeiteten verschiedene staatliche Umweltschutzbehörden und die Polizei eng zusammen, um kriminellen Banden das Handwerk zu legen. Mato Grosso setzt dazu modernste Überwachungstechniken ein: Hochauflösende Satellitenbilder informieren die staatlichen Behörden nahezu in Echtzeit über Veränderungen in der Vegetation. Mit diesen Informationen können die Spezialeinsatzbataillone der Umwelt- und Militärpolizei auf schnellstem Wege zu den Orten des illegalen Holzeinschlags dirigiert werden.

Während des zehntägigen Einsatzes wurden 12 Traktoren, 6 Lastwagen, 3 Getreidemähdrescher, 3 Kettensägen, 1 Hubschrauber und 450 Rinder beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft geht straf- und zivilrechtlich gegen diejenigen vor, die den geschützten Regenwald illegal abholzen, und verhängt hohe Bußgelder.

Trotz der Corona-Pandemie hat sich Mato Grosso das Ziel gesetzt, die illegale Abholzung wirksam zu bekämpfen, erklärt der Leiter der Kampagne Tolerância Zero, Bruno Nascimento: „Die Überwachung hat während der Pandemie nicht aufgehört. Im Gegenteil, die Aktionen wurden intensiviert und der Kampf gegen die Umweltzerstörung wird von der Überwachungsabteilung der SEMA und den Partnerinstitutionen permanent weitergeführt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass dies der richtige Weg ist, um illegale Abholzung in Mato Grosso zu verhindern."

Allein zwischen August 2020 und Januar 2021 sind die in Mato Grosso gemeldeten Entwaldungsaktionen um 31,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen - ein Lichtblick für den Regenwald- und Klimaschutz.

Mit Material des staatlichen Umweltministeriums Secretaria do Meio Ambiente do Estado do Mato Grosso (Sema-MT)