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Kakaoanbau im kolumbianischen Amazonasgebiet

Dies ist die Geschichte von Don Albino, der mit Hilfe des REDD+ Early Movers Programm (REM) entdeckt hat, dass es möglich ist, produktiv zu sein, ohne die natürlichen Ressourcen des kolumbianischen Amazonas zu zerstören

Wechsel der Generationen

Einen großen Teil seines Lebens lebte Albino Borrero inmitten der Berge von San Vicente del Caguán im Herzen des kolumbianischen Regenwaldes. „Ich erinnere mich, wie wir als Kinder Wege von bis zu einer Stunde zurücklegen mussten, um zur Schule zu kommen", erzählt der Bauer aus San Vicente im Amazonasgebiet. „Im Wald sind wir vielen Tieren begegnet, von denen man heute nicht mehr viel sieht. Tapire, Affen oder Kaffeepflanzen zu sehen, war ganz normal", erzählt Don Albino.

Doch das hat sich alles geändert. Seine Generation sei damit aufgewachsen, was auch die Eltern und Großeltern jahrzehntelang getan hätten: Die endemische Flora des Amazonas abholzen und dort Bananen-, Yucca- oder Maispflanzen anbauen oder Mastgräser für das Vieh züchten. Die üppigen und lebendigen Landschaften, die Don Albinos Kindheit begleiteten, wichen kargem Land.

„Heute ist es traurig, unsere Wälder zu betrachten. Die alten Generationen dachten, dass das Wasser und das Leben des Amazonas, unserer Heimat, niemals enden würden", klagt Don Albino. Er und die anderen Bauern begannen sich zu fragen, was man tun kann, um den Wald für die kommenden Generationen zu erhalten.

Waldschutz durch das REM-Programm

Die Antwort war einfach: Um die endemische Natur ihrer Heimat zu retten, mussten sie sie erhalten.

Dafür erhielten sie Unterstützung durch das REM-Programm „Visión Amazonía". Das von Deutschland, Norwegen und dem Vereinigten Königreich finanzierte Programm wird von der KfW und der GIZ durchgeführt und hilft Don Albino, die umliegenden Gewässer zu pflegen, nachhaltige Viehzuchtmethoden einzuführen und Vogelkorridore zu installieren. Als Teil der Säule „Agroforstsysteme" des kolumbianischen REM-Programms erhält er außerdem Unterstützung bei der Anpflanzung einheimischer Baumarten wie Walnüsse, Kakao und Zedern, mit denen er dem Wald seinen Reichtum zurückgeben kann. „Jahrelang haben wir Bäume abgeholzt, jetzt pflanzen wir sie", sagt Don Albino. „Wir wollen zeigen, dass es möglich ist, von den Wäldern zu leben und gleichzeitig nachhaltig zu sein."

Don Albino hat erkannt, dass es beim Kakaoanbau nicht nur darum geht, die Kakaosamen zu setzen, die Pflanze zu pflegen und zu ernten, sondern auch darum, den Wald zu erhalten und den Tieren ein Zuhause zu bieten. Er sagt, dass die Vögel, die in der Kakaoplantage leben, zwitschern, um sich für die Erhaltung des Waldes zu bedanken.

„Als Bewohner der grünen Lunge der Welt sage ich zu ganz Kolumbien: Lasst uns nicht noch mehr Bäume fällen, sondern kommt und helft uns, mehr zu pflanzen".

Mit Material von Visión Amazonía, Ministerium für Umwelt und Nachhaltige Entwicklung, Kolumbien.