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Dossier zu Biodiversitätsvorhaben im fragilen Kontext

Erhalt der biologischen Vielfalt und nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen

Die Umsetzung von Umwelt- und Sozialstandards stellt bei Schutzgebietsvorhaben, insbesondere in fragilen Kontexten, oft eine schwierige Aufgabe dar – so z. B. in der Demokratischen Republik Kongo. Das Kongobecken beheimatet einen enormen Reichtum an Biodiversität. Seine Wälder bilden das zweitgrößte tropische Regenwaldgebiet der Welt und sind Lebensraum für eine reichhaltige und vielfältige Flora und Fauna und insbesondere auch für eine große Anzahl von gefährdeten Tierarten. Als CO2-Senken sind sie essenziell für den Klimaschutz und unabdingbar für grundlegende Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung wie Nahrung, saubere Atemluft und Trinkwasser. Gleichzeitig liegen sie in einem konfliktträchtigen Krisengebiet, das geprägt ist durch fehlende staatliche Ordnung und eine volatile Sicherheitssituation.

Nach einem Vorfall im Umfeld des Kahuzi-Biega Nationalparks im Osten der DR Kongo im August 2017 wurden der KfW Berichte zu Vorfällen im Umfeld des Salonga-Nationalparks im Mai 2018 durch die Rainforest Foundation UK bekannt gemacht. Es folgten weitere Veröffentlichungen in verschiedenen Medien. Im Nachgang wurden Hinweise auf mögliche Menschenrechtsverletzungen auch in anderen Schutzgebieten bekannt. 2021 informierte die Menschenrechts-NRO Minority Rights Group die KfW über mutmaßliche, massive Menschenrechtsverletzungen im Kahuzi-Biega Nationalpark im Zeitraum 2019-2021.

Die aufgebrachten Vorwürfe zu Menschenrechtsverletzungen in von der KfW Entwicklungsbank geförderten Naturschutzgebieten vor allem im Kongobecken nimmt die KfW sehr ernst. Die KfW missbilligt und verurteilt jegliche Form von Gewalt auf das Schärfste und spricht Gewaltopfern und ihren Hinterbliebenen ihr Mitgefühl aus.