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Ruanda: Green City Kigali – bessere Zeiten werden kommen

Meldung vom 08.07.2020

Wie die Menschen in Ruanda, einem Land in der Region der Großen Afrikanischen Seen, mit der Corona-Pandemie leben – darüber berichtete in dieser Reihe vor Kurzem Alice Kayumba, Office Managerin des KfW-Büros in Kigali. Zusammen mit ihrem Kollegen Yves Tuyishime erzählt sie hier, wie sich die Situation seither entwickelt hat.

Am 4. Mai wurden die strengen Lockdown-Maßnahmen, die in Ruanda in den beiden Vormonaten zur Eindämmung des Covid-19-Virus ergriffen worden waren, teilweise wieder aufgehoben. Öffentliche Einrichtungen, Privatunternehmen, das verarbeitende Gewerbe und der Bausektor öffneten wieder, und zwar mit den wichtigsten Mitarbeitern vor Ort, während alle anderen weiterhin von zu Hause aus arbeiten. Dabei gelten strikte Maßnahmen, etwa das Tragen von Gesichtsmasken, regelmäßiges Händewaschen und die Einhaltung von Abständen, die für die gesamte Öffentlichkeit verbindlich vorgeschrieben sind. Für die Zeit zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr wurde eine Ausgangssperre verhängt, während der sich niemand ohne behördliche Genehmigung außerhalb seiner Wohnung blicken lassen darf. Öffentliche und private Verkehrsmittel zwischen den Provinzen sind wieder zugelassen, mit Ausnahme der Bezirke Rusizi und Rubavu, in denen lokale Häufungen von Covid-19-Infektionen festgestellt wurden.

Für unser KfW-Büro in Kigali ermutigen wir die Mitarbeiter, weiterhin von zu Hause aus zu arbeiten, und haben Sonderregelungen eingeführt, darunter die Begrenzung der Anzahl an Kollegen und Kolleginnen, die sich gleichzeitig im Büro aufhalten dürfen, sowie einen angemessenen Schutz. Alle treffen sich weiterhin mindestens jeden Dienstag zu einem Jour Fixe im virtuellen Büro und tauschen Updates aus, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und einander über den Fortgang der Projekte und Maßnahmen auf dem Laufenden zu halten.

Auch die Projektaktivitäten mit den FZ-Partnern sind kurz nach den Lockerungen wieder angelaufen. So nahm etwa Projektkoordinator Yves Tuyishime an einem von FONERWA, dem ruandischen Green Fund, organisierten Besuch vor Ort teil, um das "Green City Kigali-Projekt"(PDF, 236 KB, nicht barrierefrei) der neuen Umweltministerin Dr. Jeanne D'Arc Uwamariya und dem deutschen Botschafter Dr. Thomas Kurz vorzustellen. Mit diesem Projekt will die ruandische Regierung mit finanzieller Unterstützung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit durch die KfW Entwicklungsbank einen grünen Pilotbezirk in Kigali schaffen, der bezahlbaren Wohnraum mit klimaresistenten und grünen Technologien verbindet. Dabei wurden die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz gegen Covid-19 natürlich streng beachtet.

"Glücklicherweise hatte das Tragen von Masken und das Einhalten eines Mindestabstands keine Auswirkungen auf den Besuch vor Ort als solchen, und die Vorbereitung dieses innovativen Pilotprojekts wird wie vorgesehen fortgesetzt", berichtet Yves Tuysihsime, Projektkoordinator für das Green City Kigali-Projekt. Ein Hoffnungsschimmer, dass in der gemeinsamen Projektarbeit und auch im täglichen Leben irgendwann wieder Normalität einsetzt.

Bericht zur Lage in Ruanda (Stand Mai)

Green City Kigali Webseite

Yves Tuyishime, Koordinator des Green City Kigali Vorhabens, beim Projektbesuch mit Umweltministerin Dr. Jeanne D'Arc Uwamariya
Yves Tuyishime, Koordinator des Green City Kigali Vorhabens, beim Projektbesuch mit Umweltministerin Dr. Jeanne D'Arc Uwamariya.