Unsere Förderinstrumente

Zwei Drittel aus KfW-eigenen Mitteln

Die Finanzierungsinstrumente der KfW Entwicklungsbank

Finanzierungspyramide. Quelle: KfW 

In der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) setzen wir Gelder aus dem Bundeshaushalt ein. Hinzu kommen Mittel, die die KfW am Kapitalmarkt aufnimmt („KfW-Mittel“). Auf diese Weise erweitern wir das Finanzierungsvolumen und die Breitenwirkung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit erheblich. Inzwischen stammen zwei von drei Euro, die wir für Entwicklungsvorhaben in den Partnerländern verwenden, aus KfW-Mitteln.

Je nach Bedarf unserer Partner finanzieren wir Programme und Vorhaben entweder direkt aus reinen Bundesmitteln (Zuschüssen bzw. Krediten zu sehr günstigen IDA/Standard-Konditionen) oder aus einer Mischung von Bundesmitteln mit Krediten aus KfW-Mitteln (Entwicklungskredite). Außerdem bieten wir Kredite zu marktnahen Konditionen aus reinen KfW-Mitteln (Förderkredite) an.

Bei den Kreditbedingungen richten wir uns nach dem Sektor, der Ausgestaltung und der Rentabilität des jeweiligen Vorhabens. Und wir betrachten die wirtschaftliche Lage des Partnerlandes, der Höhe seiner Verschuldung und seinen Entwicklungsstand. Auf diese Weise bieten wir unseren Partnern jeweils maßgeschneiderte Finanzierungen.

Besondere Konditionen

Schwach entwickelte Länder, die Least Developed Countries (LDC), erhalten Zuschüsse, also Gelder, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Aber auch Staaten, die besser dastehen, können für besondere Vorhaben Zuschüsse bekommen. Das gilt vor allem für Projekte, die dem Umweltschutz oder dem Kampf gegen Armut dienen. Auch fördern wir damit zum Beispiel Gender-Vorhaben, bei denen es um gesellschaftlichen Fortschritt und um die soziale Rolle von Frauen und Männern geht.

Die sehr zinsgünstigen Kredite (IDA-Konditionen) zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten werden zu besonderen, international vereinbarten Konditionen vergeben. So erhalten Länder mit einem Pro-Kopf-Jahreseinkommen von derzeit bis zu 1.905 US-Dollar (Stand 2011) Darlehen zum sehr günstigen Zinssatz von 0,75 Prozent je Jahr und einer Laufzeit von 40 Jahren.
Entwicklungsländer, deren Wirtschaftsleistung über dieser Einkommensgrenze liegen, erhalten entweder (Standard-)Kredite zu einem etwas höheren Zinssatz von 2 Prozent bei 30 Jahren Laufzeit oder aber maßgeschneiderte gemischte (Entwicklungs-)-Kredite zu stark vergünstigten Zinsen und bedarfsgerechten Laufzeiten.

Entwicklungsländer mit deutlich höherem Einkommen (sogenannte Schwellenländer) erhalten außerdem (Förder-)Kredite zu marktnahen Konditionen für wirtschaftlich rentable und entwicklungspolitisch wertvolle Vorhaben.

Im Jahr 2010 haben wir insgesamt rund 4,5 Milliarden Euro an Fördergeldern zugesagt und damit die Leistung vom Vorjahr um fast ein Drittel gesteigert. Der Anteil KfW-eigener Mittel betrug 2,8 Milliarden Euro, das entspricht etwa 66 Prozent der Gesamtzusagen der Finanziellen Zusammenarbeit.

Stand: Juli 2011