Ländliche Entwicklung

Die Zeit drängt

Bäuerin bei der Erbsenernte

Kleinbäuerin bei der Erbsenernte. Quelle: KfW-Bildarchiv / Bernhard Schurian

In unseren Partnerländern sind ländliche Räume vielfach gekennzeichnet durch einen Mangel an beruflichen Perspektiven, versteckte Arbeitslosigkeit,  schlechten Zugang zu Schulbildung und Gesundheitsdiensten. Die Folgen sind Arbeitsmigration und Abwanderung aus der Region. Dies ist häufig unvermeidlich, denn auch eine effiziente Landwirtschaft erreicht ihre Grenzen, wenn weniger als ein Hektar für die Produktion pro Familie zur Verfügung steht. Hunger und Armut wären noch größer, wenn nicht ein beträchtlicher Teil des Lebensunterhalts armer ländlicher Familien durch die finanzielle Unterstützung bereits abgewanderter Familienmitglieder bestritten würde.

Infoboxanker

Junge Menschen mit Ehrgeiz und Ideen gehen zuerst. Aber gerade Menschen mit unternehmerischem Geist werden auf dem Land gebraucht, denn die Entwicklung ländlicher Räume stellt enorme und dringende Herausforderungen. Die Weltbevölkerung wird innerhalb der nächsten 30 Jahre auf über neun Milliarden Menschen anwachsen. Die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten wird sich verdoppeln. Wasser, Böden und biologische Ressourcen werden knapper, der sich abzeichnende Klimawandel wird die Situation der Menschen auf dem Land belasten.

Eine nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume ist die wichtigste Voraussetzung für die Ernährungssicherung, den Schutz von Umwelt und Klima und die Verringerung der Armut. Dies erfordert neben einer Verbesserung der politisch-institutionellen Rahmenbedingungen Investitionen zur Stärkung auch sehr armer kleinbäuerlicher Betriebe hin zu einer wirtschaftlich tragfähigen sowie sozial und ökologisch nachhaltigen bäuerlichen Landwirtschaft. Ebenso wichtig ist eine Diversifizierung der Beschäftigungsbasis und ein Strukturwandel, der die Abhängigkeit von der Landwirtschaft mindert. Darüber hinaus braucht der ländliche Raum Investitionen in sein Bildungssystem, seine Gesundheitsdienste, seine Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung, sein Wegenetz und seine Energieversorgung.


Weiterführende Informationen

 

Link-Tipp

BMZ-Themenseiten