Friedensentwicklung
Kriege verursachen immenses Leid
Kampagne zur Gewaltprävention in Südafrika. Quelle: Isabel Huber
"Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden." Dieses Zitat von Willy Brandt gilt besonders für Entwicklungsländer. Denn ohne Frieden gibt es hier auch keine Entwicklung. Kriege verursachen immenses Leid, zerstören die Infrastruktur, verstärken Armut und Verelendung.
Inner- und zwischenstaatliche Konflikte in Entwicklungs- und Transformationsländern sind längst zu einer zentralen Herausforderung für die Entwicklungszusammenarbeit geworden. Das gilt besonders in so genannten fragilen Staaten. Ein instabiler und schwacher Staat ist eine Gefahr für Frieden und Fortschritt: Staatliche Institutionen sind hier nur unzureichend politisch legitimiert, das Gewaltmonopol des Staates wird nicht durchgesetzt. Derart geschwächte Regierungen können staatliche Grundaufgaben, wie zum Beispiel die Sicherheit der Bevölkerung und die Grundversorgung mit sozialen Diensten, nur begrenzt gewährleisten.
Sensibel für Konfliktpotential
Die KfW Entwicklungsbank unterstützt Entwicklungsländer dabei, besonders konfliktträchtige Missstände zu beseitigen und so gewaltsame Konflikte möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen. Nach dem Ende einer kriegerischen Auseinandersetzung fördert sie soziale, wirtschaftliche und politische Aufbaumaßnahmen, um einen stabilen Frieden zu sichern. Die KfW Entwicklungsbank muss dabei besonders in fragilen Staaten konfliktsensibel vorgehen, um Spannungen im Land nicht zu verschärfen und keine neuen zu schaffen.
Stand: Juli 2011