Bedeutung für Entwicklung und Armutsminderung

Energie - Motor des Fortschritts

Windräder in Marokko

Windkraftanlage in Marokko, Quelle: KfW-Bildarchiv / Fotograf: G.J. Lopata

Unzureichender Zugang zu modernen Energieformen ist ein wesentliches Kennzeichen von Armut: Milliarden Menschen decken ihren täglichen Bedarf mit traditionellen Energieträgern wie Holz oder Dung; Rauchentwicklung durch Heizen und Kochen an offenen Feuerstellen kostet jährlich Millionen Frauen und Kindern das Leben. In Landwirtschaft und Handwerk fehlt ihnen maschinelle Unterstützung, und in ihrem direkten Umfeld sind besonders arme Menschen Umweltbelastungen durch Energieverbrauch ausgesetzt.

Die Energieversorgung zu verbessern, ist kein eigenes "Millennium Development Goal" (MDG), schafft aber in vielen Bereichen erst die Voraussetzungen, um die Ziele zu erreichen und Armut zu mindern: Energie ermöglicht eine höhere Produktivität in Industrie und Landwirtschaft. Wächst die Wirtschaft, entstehen neue Einkommensquellen auch für Arme (MDG 1). Energieversorgung hat Einfluss ebenso auf Bildung, Gesundheit, Trinkwasserversorgung, Bevölkerungsentwicklung und sogar auf die Stellung von Frauen in einer Gesellschaft.

Effizient und umweltverträglich

Der Energiesektor ist für Wirtschaft und Wachstum von entscheidender Bedeutung. Zusätzliche Relevanz erhält er jedoch durch die aktuellen Diskussionen um Klimaschutz und Klimawandel. Denn der Sektor hat großen Anteil am Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase und trägt damit wesentlich zum weltweiten Klimawandel mit den entsprechenden negativen Folgen für Wachstum und Armutsbekämpfung bei.

Die Strategie der KfW Entwicklungsbank zielt darauf, Energie effizient und umweltverträglich gleichermaßen bereit zu stellen, um damit zu Entwicklung und zur Minderung von Armut beizutragen.


Weiterführende Informationen

Entwicklung braucht nachhaltige Energie (PDF, 2,7 MB, nicht barrierefrei)