Bildung
Motor für Entwicklung
Bildung ist ein Schlüsselelement im Kampf gegen Armut. Quelle: KfW-Bildarchiv / Fotoagentur: photothek.net
"Bildung für Alle" - das Ziel der internationalen Staatengemeinschaft ist hoch gesteckt. Immer noch besitzen knapp 800 Millionen Erwachsene auf dieser Welt keine grundlegenden Lese- und Schreibkompetenzen. Eltern von Kindern, die die Bedeutung von Bildung nicht sehen, weil sie selbst nie eine Schule besucht haben. So ist auch die Zahl der Jungen und Mädchen, die noch keine Schule besuchen, bisher nur von 106 Millonen (1999) auf 67 Millionen (2008) zurückgegangen. Der Weg zur "Bildung für Alle" ist noch weit.
Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich die KfW Entwicklungsbank im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung dafür, die Bildungssituation in Afrika, Asien und Lateinamerika zu verbessern. So verschafft der Bau von Schulen im Krisengebiet Palästina den Mädchen und Jungen während des Unterrichts für ein paar Stunden Normalität - und ihren Vätern für die Zeit der Bauarbeiten und Instandhaltung auch Arbeit und Einkommen. In Indonesien und in Äthiopien werden Jugendliche auf Berufe vorbereitet, die es ihnen möglich machen, auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen. Und in Afghanistan gehen inzwischen fast genauso viele Mädchen wie Jungen zur Schule. Zumindest in den Städten im Norden des Landes. Subsahara-Afrika und der Nahe Osten sind zudem regionale Schwerpunkte für Grundbildungsvorhaben der KfW Entwicklungsbank.
Schlüsselelement im Kampf gegen Armut
Allen Maßnahmen gemeinsam ist das Ziel, die bislang ausgeschlossenen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen an Bildung teilhaben zu lassen. Und denjenigen, die den Weg in die Schule geschafft haben, ausreichend gute Lernbedingungen zu gewährleisten. Denn einer der erfolgversprechendsten Wege aus der "Bildungs-Armut" führt über die Schule. Mehr Bildung, das bedeutet für die Kinder und Jugendlichen dieser Welt mehr Chancen auf ein besseres Leben. Daher legt die KfW Entwicklungsbank zunehmend Gewicht auf weiterführende Bildungsangebote, sei es in der Berufsbildung und in Hochschulen. Denn jedes Land benötigt auch hoch qualifizierte Fachkräfte für seine wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Bildung eröffnet zudem bessere Chancen auf politische Teilhabe und die Entwicklung demokratischer Strukturen.
Bildung ist Entwicklung - ein lebenslanger Prozess, der auch zur nachhaltigen Entwicklung beitragen muss. Er erlaubt es dem einzelnen Menschen wie auch der Gesellschaft, sich auf die Erfordernisse einzustellen, die das Leben mit sich bringt. Seien sie wirtschaftlicher, sozialer oder politischer Art.
Stand: Juli 2011