Regionales Engagement

Vertrauen und wirtschaftliches Wachstum

Handel, Dialog und Austausch wirken sich positiv auf die wirtschaftliche und sicherheitspolitische Lage von Nationen aus. Subsahara-Afrika weist diesbezüglich noch deutliche Potenziale auf.

Die Förderung der regionalen Integration ist deshalb ein Schwerpunkt in der Zusammenarbeit Deutschlands mit Subsahara-Afrika. Die KfW Entwicklungsbank setzt ihn in ihrer Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) mit grenzüberschreitenden und regionalen Programmen aktiv um. Partnerorganisationen der KfW Entwicklungsbank sind dabei vor allem die Afrikanische Union (AU) sowie die regionalen Organisationen ECOWAS (Westafrika), EAC (Ostafrika) und SADC (Südliches Afrika).

Die Tätigkeitsfelder sind vielfältig; dazu gehören unter anderem die Sektoren Wasser, Energie und Finanzsektor-Entwicklung. Insgesamt tragen die stärkere regionale Integration und die größeren Märkte, die dadurch entstehen, zu einer positiven und sicheren sozio-ökonomischen Entwicklung bei.


Projekte und Programme:

Fonds fördert besseres Klima für Investitionen in Afrika

Wie lange dauert es in Ruanda, ein Unternehmen zu gründen? Können in Sierra Leone Verträge vor Gericht eingeklagt werden? Dies sind Fragen, die sich lokale und internationale Unternehmer stellen, bevor sie in einem Land investieren. Wegen administrativer Hindernisse zieht Subsahara-Afrika weltweit am wenigsten private Investitionen an. Geringe Investitionen bedeuten aber wenig Arbeitsplätze, niedrige Einkommen und geringe Steuereinnahmen für den Staat, der dann kaum seine sozialen Aufgaben wahrnehmen kann. Dadurch verharren viele afrikanische Länder in der Armutsfalle. mehr

Die Unternehmenslandschaft zum Blühen bringen

Die Unternehmenslandschaft in Subsahara-Afrika ist von Klein- und Kleinstunternehmen geprägt. Aber gerade diese Unternehmen haben aufgrund fehlender Sicherheiten, nicht vorhandenen Eigenkapitals und unregelmäßigen Einkommens keinen Zugang zu den klassischen Geschäftsbanken. Es besteht ein Mangel an professionellen Mikrofinanzinstitutionen (MFI) mit nennenswerter Marktabdeckung. Viele Klein- und Kleinstunternehmen können deshalb ihre Marktchancen nicht nutzen: Mangels Krediten können sie nicht wachsen - das wirkt sich direkt auf die Zahl der Arbeitsplätze und die Einkommen gerade armer Menschen aus. So beeinträchtigt die mangelnde Versorgung der kleinen und mittleren Unternehmen mit Krediten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Länder Afrikas. Deshalb hat die Bundesregierung die "Mikrofinanzinitiative für Subsahara-Afrika" (MIFSSA) ins Leben gerufen, die von der KfW Entwicklungsbank umgesetzt wird. mehr

ECOWAS - Nachhaltiger Ansatz zur HIV/Aids-Bekämpfung

Westafrika gilt auch innerhalb Afrikas als arme Region, die zudem politisch, kulturell und wirtschaftlich sehr heterogen ist. So verfügt beispielsweise Nigeria über große Rohstoffvorkommen, auch Senegal und Ghana sind als Küstenländer wirtschaftlich erfolgreich. In Westafrika liegen aber auch 15 der nach dem Weltentwicklungsindex der Vereinten Nationen am wenigsten entwickelten Staaten. Die Hälfte der Menschen in der Region lebt in absoluter Armut. Diese schwierige wirtschaftliche Lage wirkt sich auch unmittelbar auf die Gesundheit der Bevölkerung aus. mehr

Afrika erhält Anschluss an die Globalisierung

Das von der KfW Entwicklungsbank in Höhe von 13,2 Millionen US-Dollar aus eigenen Mitteln mitfinanzierte afrikanische Seekabel East Africa Submarine Cable System (EASSy) wurde im Juli 2010 "live geschaltet". Das rund 10.000 Kilometer lange Untersee-Glasfaserkabel läuft entlang der ostafrikanischen Küste von Südafrika bis Sudan mit Landstationen in Madagaskar, Mosambik, Tansania, Kenia, Somalia, Djibuti und auf den Komoren. Es verbindet insgesamt 21 afrikanische Staaten untereinander und mit dem Rest der Welt. Darüber hinaus versorgt es die Nutzer dieser Länder mit hochwertigen Internet- und weiteren internationalen Kommunikationsdienst-leistungen (Telefonie). Das Kabel verbessert die Telekommunikationslandschaft in Afrika nachhaltig, da es den Zugang von rund 250 Millionen afrikanischen Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht. mehr

SADC - Diplom für die Wildnis

Wie schützt man Tiere und ihre Lebensräume? Wie führt man einen Nationalpark wirtschaftlich? Wie sehen erfolgreiche Tourismuskonzepte aus? Wie führt man Mitarbeiter, wie wird die Bevölkerung beteiligt? Im Southern African Wildlife College (SAWC) im Krüger-Nationalpark werden diese Fragen beantwortet. Das College ist eine der wenigen Ausbildungsstätten Afrikas für Manager von Nationalparks. mehr

Refinanzierungsfonds: Geld für kleine Unternehmen

Eigentlich dürfte es in Afrika nicht an Kapital mangeln: Zwischen 2000 und 2007 wuchs die Wirtschaft des Kontinents um fünf bis sechs Prozent, und der aktuelle Rohstoffboom heizt die wirtschaftliche Entwicklung in vielen Ländern zusätzlich an. Und doch sind immer noch große Teile der Bevölkerung von Wachstum und steigendem Wohlstand ausgeschlossen. Kleine und mittlere Unternehmen haben kaum eine Chance, ihre Investitionen mit angemessenen Krediten zu finanzieren. Es mangelt an langfristigen Darlehen in Lokalwährung. mehr

SADC - Grenzen überschreiten: Elefanten wandern aus

Der Kontrast hätte nicht größer sein können: 1,1 Millionen Touristen kommen jedes Jahr in den Krüger-Nationalpark in Südafrika und bewundern westlich des Limpopo-Flusses eine unvergleichliche Tierwelt. Tierarten wie Elefanten und Büffel haben sich dort allerdings so stark vermehrt, dass das Futter knapp wird und Krankheiten entstehen  Östlich des Limpopo, auf mosambikanischer Seite, herrschte dagegen noch bis vor wenigen Jahren vergleichsweise gähnende Leere - sowohl was die Zahl der Tiere betraf als auch die der Touristen . mehr

Zentralafrika - Die HIV-Infektion eindämmen

Die Armut in Zentralafrika steht in großem Kontrast zu seinem ungeheuren Reichtum an natürlichen Ressourcen. Die Region verfügt über begehrte Bodenschätze wie Coltan, Gold, Silber, Uran, Zink, Zinnerz und wertvolle Hölzer, und doch wird die Bevölkerung insgesamt ärmer. In der Zentralafrikanischen Republik und im Tschad müssen mehr als die Hälfte der Menschen mit einem US-Dollar pro Tag oder weniger auskommen. Die Region weist das höchste Bevölkerungswachstum weltweit auf; man geht derzeit von einer Verdreifachung der Bevölkerung bis zum Jahr 2050 aus. mehr

SADC - Umweltfreundlicher Strom für Namibia

Die Wirtschaft in Namibia wächst, vor allem im Bergbau und im Tourismus. Damit wächst aber auch die Nachfrage nach Strom. Die Wasserkraftpotenziale Namibias, einem der trockeneren Länder südlich der Sahara, können jedoch nur noch begrenzt erweitert werden. Energie aus thermischen Kraftwerken ist dagegen sehr teuer, da das Land keine eigenen Vorkommen an fossilen Brennstoffen hat. Energieimporte decken daher derzeit rund die Hälfte der Nachfrage ab. mehr

SADC - Gute Zusammenarbeit in Sachen Wasser

Wasser gibt es in den 15 Mitgliedsländern der südafrikanischen Entwicklungs-gemeinschaft SADC eigentlich genug. Große Flüsse wie Limpopo, Kongo oder Kunene durchziehen den Süden Afrikas. Dennoch haben Millionen Menschen keinen ganzjährigen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Denn oft gibt es keine länderübergreifende Zusammenarbeit und daher auch keine gemeinsame Entwicklung der Infrastruktur. Die aber ist notwendig, etwa beim Bau von Wasserspeichern, Wasserwerken oder Pumpstationen, die das wertvolle Trinkwasser in überregionale Leitungen und die Wassernetze der Kommunen einspeisen. mehr

Den Herausforderungen des Klimawandels begegnen

Die KfW Entwicklungsbank weitet ihre Aktivitäten bei der Anpassung an den Klimawandel aus: Ende 2010 hat sie dafür eine Vereinbarung mit der "Banque Ouest Africaine de Développement" (BOAD) unterzeichnet, die eine strategische Unterstützung in diesem Bereich umfasst. Das Programm setzt einen Teil der Mittel um, welche die Bundesregierung bei dem Klima-Gipfel in Kopenhagen im Jahr 2009 - die so genannte "Fast-Start- Mittel" - zugesagt hat. mehr