Tunesien

Landkartenausschnitt Tunesien

Landkartenausschnitt Tunesien. Quelle: KfW

Vorreiter für die Region

Nur 140 Kilometer Wasserweg trennen das kleinste Land Nordafrikas von Sizilien. Nur zwei Flugstunden sind es von Frankfurt. Im regionalen Vergleich liegt Tunesien mit vielen sozialen und wirtschaftlichen Indikatoren deutlich vorn und gilt neben Südafrika als wirtschaftlicher Vorreiter für ganz Afrika. Die negative Seite des konstant starken Wirtschaftswachstums zeigt sich in der zunehmenden Belastung der Umwelt und der Verknappung des Wassers. Der Schutz der natürlichen Ressourcen steht im Vordergrund der Finanziellen Zusammenarbeit der KfW Entwicklungsbank mit Tunesien. Hinzu kommt das große Potential Tunesiens im Bereich der erneuerbaren Energien, das in der künftigen Kooperation eine wichtige Rolle einnehmen wird. Nach den revolutionären Umbrüchen im Zuge der "Jasminrevolution" wird für 2011 und 2012 mit einem Wachstumseinbruch vor allem aufgrund stark zurückgehender Einnahmen aus dem wichtigen Tourismussektor, aber auch aufgrund allgemein sinkender Exporte gerechnet. mehr


Förderschwerpunkte:

Ressourcen effizienter nutzen

Das Wirtschaftswachstum Tunesiens führt zu einer stärkeren Verstädterung und ressourcenintensiven Industrialisierung mit negativen Folgen für die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung. Nachhaltige Nutzung und effizientes Management der Wasserressourcen bilden daher den zentralen Schwerpunkt der Finanziellen Zusammenarbeit mit Tunesien. Die tunesische Regierung unternimmt erhebliche Anstrengungen, um die Abwasser- und Abfallinfrastruktur sowie die Trinkwasserversorgung zu verbessern und die Bewässerung in der Landwirtschaft effizienter zu gestalten. Dabei wird sie von der KfW Entwicklungsbank im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit unterstützt, die sich am Ansatz des Integrierten Wasserressourcen-Managements orientiert. mehr


Projekte und Programme:

Wasser das ganze Jahr über

In einigen Siedlungen auf dem tunesischen Land ist die Wasserqualität bedenklich. Um die Versorgung mit Trinkwasser sicherzustellen, finanziert die KfW Entwicklungsbank im Auftrag der Bundesregierung den Bau und die Rehabilitierung von ländlichen zentralen Wasserversorgungseinrichtungen in acht Gouvernoraten. Die Nutzer beteiligen sich in allen Phasen des Programms. Außerdem ist sichergestellt, dass die Gebühren die Kosten des laufenden Betriebs decken. mehr

Die Menge macht's

Die tunesische Bevölkerung ist in den letzten Jahren sehr gewachsen. Die Wirtschaft hat sich stark entwickelt und die Anzahl der Industriebetriebe ist signifikant gestiegen. Eine größere Bevölkerung und mehr Industriebetriebe bedeuten eine größere Nachfrage nach Wasser. Mehr Nachfrage nach Wasser bedingt auch höhere Abwassermengen aus Haushalten und Industrie, die in Kläranlagen gereinigt werden müssen. Das Programm Klärschlammbehandlung und –entsorgung setzt hier an. mehr

Besseres Trinkwasser durch Entsalzung

Tunesien ist ein von schwierigen klimatischen Bedingungen stark geprägtes Land. Die geologischen Rahmenbedingungen und lange Dürreperioden im Südosten des Landes sind Ursachen einer zunehmenden Versalzung der knappen Grundwasserressourcen und zunehmend schlechterer Wasserqualität. Das Programm "Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Südosttunesien" hat zum Ziel, die Bevölkerung ausgewählter Orte ausreichend mit Trinkwasser guter Qualität zu versorgen und dadurch die gesundheitlichen Risiken zu vermindern. mehr