Projekt - Reproduktive Gesundheit
Pakistan - Aufholbedarf bei Familienplanung
Die Gesundheitsindikatoren Pakistans sind im Vergleich zu Ländern mit einer ähnlichen wirtschaftlichen Entwicklung schlecht. Das Land weist eine hohe Kinder- und Müttersterblichkeit auf und zählt weltweit zu den Ländern mit der schwersten Tuberkulose-Epidemie. Hohen Geburtenraten steht ein großer ungedeckter Bedarf an Familienplanungsleistungen gegenüber. In der Nordwestgrenzprovinz (jetzt "Khyber Pakhtunkhwa Province" , KPP), einer Schwerpunktregion der deutsch-pakistanischen Entwicklungszusammenarbeit, sind die Armuts- und Gesundheitskenndaten noch schlechter als im Landesdurchschnitt.
Im öffentlichen Gesundheitssystem Pakistans herrschen eine allgemeine Unterfinanzierung und starke Diskrepanzen zwischen Stadt und Land. Die medizinische Infrastruktur ist unzureichend und eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung der Bevölkerung damit nicht gewährleistet. Andererseits gibt es Reformbemühungen und die Einsicht ist vorhanden, dass es noch größter Anstrengungen bei der Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) bedarf. Bei diesen Bemühungen leistet die KfW im Auftrag der deutschen Bundesregierung mit ihren Gesundheitsprogrammen Unterstützung.
Mehr Verhütungsmittel für Arme
Ziel des Programms ist die verbesserte Verfügbarkeit von Produkten und Dienstleistungen der reproduktiven Gesundheit (Verhütungsmittel, Medikamente, Beratungen und Behandlungen und so weiter) für die ärmere städtische und ländliche Bevölkerung in KPP. Das Programm soll unerwünschte Schwangerschaften vermeiden und damit die Geburtenrate senken helfen, die Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten eingrenzen sowie mittel- bis langfristig einen Beitrag zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele (Reduzierung der Mütter- und Kindersterblichkeit) leisten.
Mit dem Vorhaben wird die im Vorgängerprogramm "Social Marketing" begonnene erfolgreiche Zusammenarbeit mit der international anerkannten Non-Profit-Organisation "Greenstar/Social Marketing Pakistan" fortgesetzt. Greenstar/SMP hat in Pakistan ein Franchise -Netzwerk von Dienstleistern im Bereich der reproduktiven Gesundheit (Ärzte, Hebammen, Apotheker) aufgebaut und vermarktet unter dem Greenstar-Markennamen qualitativ hochwertige Produkte aus diesem Feld. Das neue Programm soll die Konsolidierung des Netzwerks unterstützen und vor allem die Ausdehnung der Aktivitäten in die ländlichen Gebiete erreichen. Weiterhin sollen bei dem Vorhaben Möglichkeiten der Public Private Partnership in den ländlichen Basisgesundheitseinrichtungen geprüft werden.
Marktforschung und Kampagnen
Mit einem Zuschuss in Höhe von 6,1 Millionen Euro wird eine große Bandbreite aufeinander abgestimmter Maßnahmen finanziert, darunter die Beschaffung und Distribution von Greenstar -Produkten, Werbe- und Aufklärungskampagnen, die Entwicklung einer "Behaviour change communication"-Strategie, Marktforschung und Durchführung von Studien (Mapping of health establishments, KAP-Survey, Cluster Evaluation, Client Survey) sowie Trainingsmaßnahmen.
Reproduktive Gesundheit Nordwestgenzprovinz (Social Marketing)
| Land | Pakistan |
|---|---|
| Sektor / BMZ-Förderbereich | 13030 - Familienplanung |
| BMZ-Projektnummer | 2005 65 010 |
| Status | in Durchführung |
| FZ-Mittel in Mio. Euro | 6,1 |
| KfW-Mittel in Mio. Euro | 0,0 |
Weiterführende Informationen
FZ-Engagement im Gesundheitssektor
Stand: Juli 2011