Klima, Umwelt und Entwicklung

Herausforderung Klimawandel

Wirbelsturm Nargis als Satellitenbild

Eine Folge des Klimawandels - die Zunahme verheerender Wirbelstürme. Quelle: NASA

Der Klimawandel wird als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit anerkannt und hat tiefgreifende wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen, die bereits heute weltweit bemerkbar sind.

Der Klimawandel trifft alle Volkswirtschaften, besonders jedoch die Entwicklungsländer. Sie sind von den heute schon spürbaren negativen Folgen – z.B. Dürren, Versteppung, Wassermangel, Wirbelstürme, Überflutung - am stärksten bedroht, obwohl sie am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben. Dem entgegen zu wirken, erfordert zwei wesentliche Reaktionen gleichzeitig: Zum einen Klimaschutz, also die Vermeidung der Emission von Treibhausgasen; zum anderen die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung sind somit untrennbar verbunden mit dem Schutz von Klima und Umwelt.

Entwicklungsländer sind besonders verletzbar

Der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur führt zu einem höheren Meeresspiegel, schmelzenden Gletschern, Wasserknappheit und Verwüstung, zunehmenden Wetterextremen mit Wirbelstürmen und Überflutungen - oft mit  katastrophalen Auswirkungen für Mensch und Umwelt. Der Klimawandel verstärkt somit die in vielen Entwicklungsländern ohnehin bestehenden Probleme verstärken und gefährdet die Entwicklung.

Wissenschaftler befürchten, dass das Abschmelzen der Gletscher in Asien und Lateinamerika die Wasserversorgung auf lange Sicht gefährdet. Wenn Das einige der wichtigsten Flüsse der Erde saisonal trocken fallen , sinken in vielen Regionen die Grundwasserspiegel und Wüsten dehnen sich aus. Viele Menschen werden besonders von zunehmendem Wassermangel betroffen sein.

Etwa 60 Millionen Menschen, die in Flussdeltas leben, sind außerdem vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht, der ihnen den Lebensraum nimmt und durch Versalzung das Trinkwasser und die Bewässerung in der Landwirtschaft gefährdet. In vielen Entwicklungsländern werden Süßwasserressourcen knapp, Sturm- und Flutkatastrophen verursachen große Schäden an der Infrastruktur, Infektionskrankheiten wie Malaria breiten sich aus, die Nahrungsmittelproduktion geht zurück. Das verstärkt unerwünschte Schwankungen auf den Lebensmittel- und Rohstoffmärkten wird Verteilungskonflikte vor allem um Wasser und Land verschärfen und löst Migrationsbewegungen aus.

Verantwortung der Industrieländer

Die Industrieländer haben in der Vergangenheit mit der intensiven Nutzung fossiler Ressourcen gravierend zur Anreicherung der Treibhausgase (THG) in der Erdatmosphäre beigetragen. Umso mehr besteht für sie die Verantwortung, selbst konsequent zur THG-Minderung und zur Linderung der Folgen des Klimawandels beizutragen. Auch auf die großen, schnell wachsenden Schwellenländer mit ihrem enormen Energiehunger wächst der Druck, ihre eigenen Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren.

Gleichzeitig liegt es auch im eigenen Interesse der Industrieländer, die Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungs- und Schwellenländern zu unterstützen, um die bereits vorhandenen Konflikte um Ressourcen, zu entschärfen.

Wichtig ist, neue Technologien, die ein CO2-sparendes und umweltfreundliches Wirtschaften ermöglichen, zu entwickeln und zu verbreiten und damit die Transformation in eine „Green Economy“ - also zu einem nachhaltigen Wirtschaften, das Mensch, Natur und Umwelt verbindet - zu unterstützen. Zugleich besteht die Verantwortung, solche Entwicklungsländer wirksam zu fördern, die sich aus Mangel an finanziellen Mitteln und aufgrund schwacher Institutionen am wenigsten vor den Folgen des Klimawandels schützen können - etwa durch verbesserten Katastrophenschutz, Maßnahmen für eine nachhaltige Wasserversorgung oder eine vorausschauende Anpassung der Wirtschaftsstruktur. Hier setzt die KfW seit Jahren mit Kompetenz und Engagement an.


Weiterführende Informationen 

Stand: April 2012