Förderinstrumente
Den Klimaschutz finanzieren
Der Einsatz der Förder- und Finanzierungsinstrumente muss fein justiert sein. Quelle: KfW
Die KfW setzt das Spektrum an Instrumenten zur Förderung und Finanzierung von Klima- und Umweltschutz und der Anpassung an den Klimawandel differenziert und zielgerichtet ein. Die Finanzierung klimarelevanter Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern ist ein wichtiger Bestandteil der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) geworden. Im Zuge der globalen Bemühungen um die Begrenzung des Klimawandels und seiner Folgen werden erhebliche Finanztransfers – insbesondere von Industriestaaten in Nicht-OECD-Regionen – stattfinden.
Die Finanzierung von Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern (Klimafinanzierung) nutzt zunächst das Instrumentarium der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ): Vorhaben zur Emissionsminderung, Klimaanpassung und zum Technologietransfer in Entwicklungs- und Schwellenländern werden mit einer differenzierten Mischung aus Zuschüssen, zinsgünstigen Darlehen mit langer Laufzeit (zum Beispiel als Entwicklungskredit, Förderkredit, Kreditlinie) oder Beteiligungen finanziert. Speziell für den Umwelt– und Klimaschutz existiert zudem eine Vielzahl an Sonderfazilitäten und –programmen. Dieses Spektrum wird ergänzt um innovative Ansätze, wie Fondslösungen, die auch Investitionen aus dem Privatsektor anregen - bestimmte Konstellationen lassen sogar eine rein privatwirtschaftliche Projektfinanzierung zu.
Bewährtes Modell - auch für die Partnerländer der KfW
Als eine der führenden Banken für Umwelt- und Energiefinanzierung verfügt die KfW Bankengruppe über langjährige Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit wichtigen Akteuren im Finanz- und Energiesektor im In- und Ausland. Die KfW Entwicklungsbank nutzt dieses Know-how auch, um Investitionen in die Umwelt, in regenerative Energien und Energieeffizienz in Entwicklungs- und Schwellenländern zu fördern. Sie ermöglicht damit den Partnerländern, das in Deutschland schon seit Jahrzehnten bewährte Modell auf ihre spezifische Situation zu übertragen.
Für Entwicklungs- und Schwellenländer wird aufgrund des stetigen Wirtschaftswachstums ein deutlich steigender Energieverbrauch prognostiziert - mit entsprechend negativen Folgen für die Umwelt. Für einen nachhaltigen und breitenwirksamen Klimaschutz kommt den kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie den Privathaushalten in diesen Ländern eine entscheidende Rolle zu.
Im Rahmen der "Nachhaltigen Energiefinanzierung über den Bankensektor" hat die KfW Entwicklungsbank entsprechende Finanzprodukte in Kreditinstituten der Partnerländer eingeführt. Für die Finanzierung von Investitionen in Energieeffizienz und regenerative Energien stellt sie den Partnerfinanzinstituten langfristige Kreditlinien zur Verfügung. Diese können dadurch Finanzierungen für Investitionen an kleinste, kleine und mittlere Unternehmen sowie an Privatinvestoren in der Wohnungswirtschaft vergeben, die dem Klima- und Umweltschutz dienen.
Weiterführende Informationen
- KfW Entwicklungsbank - Finanzielle Förderinstrumente
- Instrumente zur Finanzierung von Klimaschutz und Klimaanpassung in Entwicklungs- und Schwellenländern (PDF, 213 KB, nicht barrierefrei)
Stand: Juli 2011