Grundgesamtheit, Stichprobe und Schätzfehler
Stichprobe
Zusätzliche Erkenntnisse aus Evaluierungen zu gewinnen, ohne dabei mehr Ressourcen einzusetzen? Möglich ist das nur geworden, weil die Pflicht, alle Vorhaben der FZ auf ihre Wirkung zu überprüfen, 2007 ersetzt wurde durch die Vorgabe, aussagekräftige Stichproben zu evaluieren. Da nunmehr nur noch gut die Hälfte aller Vorhaben evaluiert wird, stehen die freigesetzten Kapazitäten für vertiefende und ergänzende Analysen zur Verfügung. Der Schlüssel für die Hebung dieses Erkenntnispotenzials liegt jedoch in der Methodik der Stichprobenziehung.
Das Verfahren, das Repräsentativität garantiert, ist die Zufallsstichprobe. Denn eine Auswahl nach großem Volumen oder besonders erfolgversprechender Vorhaben könnte zu einer unerwünschten Verzerrung des Ergebnisses führen. Auch könnten Vorhaben in bestimmten Regionen oder Sektoren aufgrund besserer Rahmenbedingungen systematisch erfolgreicher sein als andere Vorhaben – und damit eben nicht repräsentativ.
Zufall als Garant für Kontinuität
Zufallsstichproben sichern gleichzeitig die Kontinuität in der Evaluierungstradition der KfW Entwicklungsbank: Da die Stichprobe die Gesamtheit aller prüfungsreifen Vorhaben best-möglich abbildet, lassen sich die Stichprobenergebnisse vergleichbar interpretieren wie die Ergebnisse der Vollerhebungen aus der Vergangenheit.
Schichtung erhöht die Schätzgenauigkeit
Die Repräsentativität der Stichprobe kann durch eine geschichtete Zufallsstichprobe erhöht werden. Im Vergleich zu einer reinen Zufallsstichprobe kann der Schätzfehler bei einer geschichteten Zufallsstichprobe und gegebenem Stichprobenumfang deutlich geringer ausfallen. Dafür muss jedoch die Schichtung optimal gewählt sein. Um herauszufinden, welches Kriterium hierfür besonders geeignet ist, untersuchte FZ E drei Kriterien: Sektoren, Regionen und FZ-Volumen. Zurückgreifend auf die Evaluierungsergebnisse der Jahre 1998 bis 2005 war die Antwort: Schichtung nach Sektoren. Die zu evaluierenden FZ-Vorhaben werden seitdem nach Sektoren geordnet. Jeweils die Hälfte der Vorhaben in jeder Sektorenschicht wird nun per Zufallsgenerator ausgewählt.
Die Stichprobe ist methodisch so gestaltet, dass ihr Ergebnis repräsentativ für alle Vorhaben ist. Je mehr Stichproben über die Jahre zusammengefasst werden, desto höher liegt die Schätzgenauigkeit. Seit der ersten Stichprobenziehung 2007 wurden bis einschließlich 2010 mittlerweile 230 aus 441 evaluierungsreifen Vorhaben in die Stichprobe gezogen.
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Weiterführende Informationen
- Ermittlung des Schätzfehlers (PDF, 144 KB, nicht barrierefrei)
- Grundgesamtheit/Stichprobe 2010 (PDF, 22 KB, nicht barrierefrei)
- Grundgesamtheit/Stichprobe 2009 (PDF, 23 KB, nicht barrierefrei)
- Grundgesamtheit/Stichprobe 2008 (PDF, 23 KB, nicht barrierefrei)
- Grundgesamtheit/Stichprobe 2007 (PDF, 23 KB, nicht barrierefrei)
Stand: Mai 2012