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Der Kampf gegen HIV/Aids

"Kondome, Abstinenz und Treue"

Weltweit sind 40 Millionen Menschen mit HIV/AIDS infiziert, davon 3 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Der aller größte Teil der Infizierten - 95 Prozent - lebt in Entwicklungsländern.

Graffiti in Cuba zeigt die Oberkörper eines nackten sich küssendes Paares

Graffiti in Kuba

Bis zum Jahr 2015 soll nach dem Willen der internationalen Staatengemeinschaft die weitere Ausbreitung von HIV/AIDS gestoppt und der Trend umgekehrt sein. Die KfW Entwicklungsbank setzt der Immunschwächekrankheit ein erprobtes und bewährtes Rezept entgegen: Im Rahmen von derzeit 29 Social Marketing Projekten werden in Entwicklungsländern (davon allein 20 in Afrika) Kondome zu einem stark subventionierten Preis verkauft.

Die Bevölkerung wird mittels Öffentlichkeits- und Sensibilisierungskampagnen über die Krankheit, deren Übertragungswege und die Möglichkeiten der Prävention (Enthaltsamkeit, Treue, Gebrauch von Kondomen) aufgeklärt. Damit möchte man Änderungen des Sexualverhaltens und der -einstellungen bewirken. Beides ist im   "Social Marketing" mindestens genau so wichtig wie die Versorgung der Bevölkerung mit Kondomen und hormonellen Verhütungsmitteln (Pille und Dreimonatsspritze). Die bisherigen Beispiele zeigen, dass jeder Mensch, der durch "Social Marketing" -Programme erreicht worden ist, zum ''Botschafter'' für gesunde Verhaltensweisen werden kann.

Ein besonders einprägsames Beispiel einer Sensibilisierungskampagne stellt ein Kooperationsprojekt mit der tschadischen Post dar. Alle Social Marketing Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, das Bewusstsein für die Übertragungswege zu stärken und Verhaltensänderungen (Kondomnutzung, Abstinenz und Treue) voranzubringen.

Das gemeinsame HIV/AIDS-Programm der Vereinten Nationen, UNAIDS, hat Social Marketing Programme als ''best practice'' herausgestellt.

Guatemalteke zeigt die Verwendung von Kondomen an einer Penis-Attrappe aus Holz

HIV/AIDS-Aufklärung in Guatemala

Dieser Ansatz muss nicht auf ein Land beschränkt sein; die Etablierung von HIV/AIDS-Regionalprogrammen gründet auf der Einsicht, dass die Pandemie Länder übergreifend bekämpft werden muss. Der Sektorbericht ''Role of Social Marketing HIV/AIDS Prevention in Cameroon'' bietet einen praxisorientierten Einstieg, der Diskussionsbeitrag eine detaillierte Darstellung für alle, die sich für das Thema näher interessieren.

Weitere Informationen zu diesem Projekttyp sowie eine Auswertung der bisher von der KfW Entwicklungsbank betriebenen Social Marketing Projekte finden Sie im Evaluierungsbericht.


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Stand: Juni 2009


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